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Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt kann in der Bundesliga nicht mehr gewinnen. Gegen Gladbach reicht es trotz klarer Chancen nur zu einem Remis. Trainer Kovac kann es nicht fassen.

Eintracht Frankfurt hat einen großen Schritt in Richtung Europa League unnötig verpasst.

Trotz zahlreicher Chancen kamen die Hessen gegen Borussia Mönchengladbach nicht über ein torloses Unentschieden hinaus.

Frankfurt war die bessere Mannschaft, die dritte Gladbacher Pleite in Folge wäre nicht unverdient gewesen.

Sommer pariert ersten Elfmeter

Borussia-Keeper Yann Sommer parierte einen Handelfmeter von Marco Fabian (78.) und verhinderte damit die Niederlage für die Gäste bei denen zuvor Sportdirektor Max Eberl bis 2022 verlängert hatte.

Es war in dieser Saison bereits der vierte von fünf Strafstößen, den die Eintracht vergab.

Dagegen war es für Sommer der erste gehaltenen Strafstoß in der Bundesliga

"Auch ich halte irgendwann mal einen Elfmeter. Früher ist es mir öfter gelungen. In der Bundesliga war bislang ein bisschen Pech dabei", meinte der Schweizer bei Sky.

Gelb-Rot für Strobl

In der 85. Minute sah der Gladbacher Tobias Strobl wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Beim nächsten Wiedersehen wird es kein Remis geben: Im Halbfinale des DFB-Pokals am 25. April in Mönchengladbach.

Kovac frustriert

"Ich könnte wirklich heulen. Wir waren 80 Minuten die bessere Mannschaft, ich habe sechs Chancen und den Elfmeter für uns gesehen", sagte Eintracht-Coach Niko Kovac bei Sky.

Das bewertete sein Gegenüber Dieter Hecking ähnlich. "Wir waren heute 90 Minuten die schlechtere Mannschaft", sagte er und fügte selbstkritisch an:

"Ich muss mich hinterfragen, ob ich mit der Aufstellung richtig gelegen habe, weil einige Spieler doch noch nicht richtig fit waren."

Gladbach vier Punkte vor Relegationsplatz

Nach der Punkteteilung vor 51.500 Zuschauern werden nun aber erst die kommenden Wochen zeigen, wohin der Gladbacher Weg führen wird.

Die "Fohlen" liegen mit 33 Punkten vier Zähler vor dem Relegationsplatz und vier hinter dem letzten sicheren Europa-League-Platz.

Den belegt der Tabellensechste 1. FC Köln, der ebenso wie die seit sieben Spielen sieglosen Frankfurter 37 Punkte auf dem Konto hat. (DATEN: Die Tabelle)

Über Eberls Zukunft war wochenlang spekuliert worden, Rekordmeister Bayern München war an einer Verpflichtung interessiert gewesen.

Durch seine Verlängerung bis 2022 beendete der 43-Jährige jedoch endgültig die Gerüchte - er kann sich nun voll und ganz auf die Kaderplanung für die kommende Saison konzentrieren. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse)

Highlights der Bundesliga-Spiele am Sonntag ab 9.15 Uhr in Bundesliga Pur

Frankfurt überlegen

Die Frankfurter wirkten am Samstag agiler. Vor allem der quirlige Fabian sorgte mit seinen Ideen immer wieder für Unruhe.

Nach einer scharfen Hereingabe des Mexikaners hatte Ante Rebic bereits nach 13 Sekunden die Führung auf dem Fuß, auch Fabian selbst besaß eine gute Chance zum ersten Treffer (26.).

Wenige Sekunden zuvor hatte Taleb Tawatha den Ball an den Pfosten geköpft.

Die Eintracht, die ohne den verletzten Kapitän Alexander Meier und dessen Stellvertreter Makoto Hasebe auskommen musste, war nach dem Seitenwechsel nicht mehr ganz so überlegen und scheiterte am Ende an Sommer.

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