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Hertha BSC v VfL Wolfsburg - Bundesliga
Vedad Ibisevic erzielt in der 59. Minute das 1:0 für Hertha gegen Wolfsburg © Getty Images

Berlin - Berlin schlägt den VfL Wolfsburg und vergrößert die Abstiegssorgen der Niedersachsen. Hertha selbst macht einen wichtigen Schritt in Richtung Europapokal.

Hertha BSC bleibt dank seiner Heimstärke und Vedad Ibisevic weiter auf Kurs Europapokal und hat die Abstiegssorgen des VfL Wolfsburg weiter vergrößert.

Die Berliner gewannen gegen den Pokalsieger von 2015 trotz einer ganz schwachen ersten Hälfte noch mit 1:0 (0:0) und haben als Fünfter beste Chance auf die Europa-League-Qualifikation.

Es war bereits der zwölfte Heimsieg in dieser Saison für das Team von Pal Dardai (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Die Wolfsburger bleiben dagegen im Tabellenkeller (Die Tabelle der Bundesliga). Das Team von Andries Jonker muss mit 33 Punkten mehr denn je den Abstieg fürchten.

Torjäger Ibisevic traf in der 59. Minute für die Gastgeber (Alle Ergebnisse der Bundesliga im Überblick).

© im Football

Malli mit der ersten Chance

Vor 42.521 Zuschauern im Olympiastadion beorderte Pal Dardai den Brasilianer Allan auf die Position hinter den Spitzen, Vladimir Darida spielte nach seiner Gelbsperre auf der Sechser-Position.

In Peter Pekarik, der sein 100. Bundesligaspiel absolvierte, und Alexander Esswein standen gleich zwei Spieler in der Berliner Anfangsformation, die 2009 mit den Wolfsburgern deutscher Meister geworden waren, beim VfL war es keiner. Dafür kam Neuzugang Yunus Malli wieder von Beginn an zum Einsatz - und hätte bereits nach wenigen Sekunden für die Führung der Gäste sorgen können.

Nach einer schönen Einzelleistung stand der ehemalige Mainzer frei vor Hertha-Torhüter Rune Jarstein, doch der Norweger parierte mit einer starken Aktion. Der 32-Jährige war auch in den Minuten danach der einzige Berliner, der den Anpfiff mitbekommen zu haben schien.

Wolfsburg dominiert

Wolfsburg dominierte, erneut war es Jarstein, der gegen den alleine auf ihn zulaufenden Mario Gomez den Ball noch um den Pfosten lenkte (6.).

Die Gäste waren weiterhin die bessere Mannschaft, agierten handlungsschneller und gewannen mehr Zweikämpfe. Nur vor dem Tor haperte es: Knapp zehn Minuten vor der Pause kam Maximilian Arnold aus zehn Metern zum Abschluss, der Ball ging allerdings am Tor vorbei. Und die Hertha? Die brachte offensiv wenig bis gar nichts zustande und war mit dem 0:0 zur Pause gut bedient. 

Steigerung nach der Pause

Nach Wiederanpfiff zeigten sich die Herthaner deutlich engagierter, leisteten sich aber weiterhin zu viele einfache Fehler. Auf der Gegenseite versuchten die Wolfsburger weiter, die Führung zu erzielen, allerdings schlichen sich auch dort immer mehr Fehler ein.

Der vermeintliche Führungstreffer für den VfL durch Josuha Guilavogui wurde völlig zurecht wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt.

Ibisevic entscheidet die Partie

Auf der Gegenseite machte es Ibisevic besser. Nach einer Flanke von Esswein scheiterte er zunächst an Koen Casteels, beim zweiten Versuch ließ er dem Wolfsburger Torhüter per Kopf keine Chance. Es war der zwölfte Saisontreffer des Bosniers, zum siebten Mal erzielte er das 1:0.

Die Berliner übernahmen nun das Spielgeschehen. Salomon Kalou vergab kurz nach der Führung das 2:0. Auf der Gegenseite scheiterte Gomez aus kurzer Distanz an der Latte (66.).

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