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Leverkusen - Bayer Leverkusen legt gegen Schalke 04 einen desaströsen Start hin und stolpert Richtung Abgrund. Der Druck auf den glücklosen Trainer Tayfun Korkut wächst.

Nach einem Debakel gegen den FC Schalke 04 stolpert Bayer Leverkusen im Kampf um den Klassenerhalt dem Abgrund entgegen.

Bei der peinlichen 1:4 (0:3)-Pleite gegen die Königsblauen leistete die Werkself endgültig den Offenbarungseid und muss sich vorsorglich schon mal die Termine für die Relegationsspiele in den Kalender eintragen. Bayers Vorsprung auf den Rang 16 könnte am Wochenende bedrohlich schmelzen. (Die Tabelle der Bundesliga)

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Völler schließt Trainerwechsel aus

Nachdem Bayer auch das vierte Heimspiel unter Tayfun Korkut nicht gewinnen konnte, wächst der Druck auf den Coach. Korkut hatte erst am 6. März Roger Schmidt beerbt, konnte in seinen acht Spielen auf der Bayer-Bank aber nur einen Sieg bei Schlusslicht Darmstadt 98 verbuchen.

Einen erneuten Trainerwechsel schloss Bayer-Sportdirektor Rudi Völler allerdings aus. Ein solcher Schritt sei nicht vorstellbar, sagte der Bayer-Sportdirektor, der schon nach dem zweiten Gegentor entsetzt seinen Tribünenplatz verlassen hatte und Richtung Kabine geeilt war. "Tayfun ist im Training mit großer Leidenschaft dabei. Wir müssen jetzt zusammenhalten", sagte Völler bei Sky. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Fernseh-Experte Didi Hamann vermochte einen erneuten Trainerwechsel trotz des Bekenntnisses nicht auszuschließen, sah eine "plan- und leblose" Vorstellung der Werkself.

Die Highlights der Partie ab 22.15 Uhr in Hattrick - Die 2. Bundesliga LIVE im TV auf SPORT1.

"Ich bin sprach- und ratlos. Das ist eine ganz, ganz schwierige Situation für uns. Alles lief heute verkehrt. Wir müssen jetzt die Punkte holen, damit wir mit dem 16. und 17. Platz nichts zu tun haben", sagte Bayers Torschütze Stefan Kießling, der nach Schlusspfiff mit den Fans am Zaun diskutierte. Bayers-Nationalspieler Jonathan Tah meinte bei Sky: "Wir müssen das schnell vergessen, wir dürfen nicht aufgeben."

Vor dem Spiel war zunächst noch demonstrativ der Zusammenhalt zwischen Fans und Mannschaft beschworen worden. "Gemeinsam kämpfen. Gemeinsam siegen" stand auf den Aufwärm-Shirts der Gastgeber, mit dem die Bayer-Profis auf den Ernst der Lage verwiesen. (Ergebnisse und Spielplan)

Burgstaller schockt Bayer früh

Doch Guido Burgstaller (6., 50.) mit seine Saisontreffern sieben und acht, Weltmeister Benedikt Höwedes (10.) und Alessandro Schöpf (18.) durchkreuzten brutal die Pläne der Leverkusener, die durch Stefan Kießling (69.) lediglich zum Ehrentreffer kamen.

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Leverkusen hatte furios begonnen und nach 39 Sekunden die erste Chance durch Nationalspieler Julian Brandt, der freistehend am glänzend reagierenden Schalke-Torwart Ralf Fährmann scheiterte. In der vierten Minute verfehlte der zuletzt starke Nationalspieler Kevin Volland mit einem Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp das Ziel.

Nach der 2:0-Führung der Schalker, die mit 41 Punkten zumindest mit einem Auge noch Richtung Europa League schielen dürfen, kippte die Stimmung. Die Fans quittierten den schwachen Auftritt ihrer Mannschaft frühzeitig mit Pfiffen. Denn bis auf die Anfangsminuten konnte Bayer seinen Worten keine Taten folgen lassen und wurde von Schalke über weite Strecken des Spiels regelrecht vorgeführt.

Toprak muss angeschlagen raus

Zusätzlich geschwächt wurden die Gastgeber in der 20. Minute, als der verletzte Abwehrchef Ömer Toprak durch den lange verletzten Nationalspieler Jonathan Tah ersetzt werden musste. Schalke, das in der Abwehr auch nicht immer sicher wirkte, hätte das Resultat noch vor der Pause höherschrauben können.

Sekunden nach Wiederanpfiff hatte Schalke vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena zunächst Glück, dass Karim Bellarabi in seinem 100. Bundesligaspiel für Bayer das 1:3 verpasste. Wenig später ließ Burgstaller seinen Trainer Markus Weinzierl erneut jubeln, der im zehnten Anlauf gegen Leverkusen erstmals gewinnen konnte. In der Folge hatte Schalke noch etliche Möglichkeiten, seinen erst dritten Auswärtssieg in dieser Saison noch höher zu gestalten, ehe Kießling noch Ergebniskosmetik betrieb.

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