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Schiedsrichter Felix Zwayer (r.) wurde auch von S04-Trainer Markus Weinzierl attackiert
Schiedsrichter Felix Zwayer (r.) wurde auch von S04-Trainer Markus Weinzierl attackiert © Getty Images

Gelsenkirchen - Nach dem Remis im Revierderby gegen Borussia Dortmund herrscht Frust bei Schalke 04. Den Königsblauen wird ein Elfmeter in der Nachspielzeit verwehrt.

Am Ende konnte Borussia Dortmund  mit dem 1:1 (0:0) im Revierderby beim Erzrivalen Schalke 04 noch zufrieden sein.

Pierre-Emerick Aubameyang hatte die Gäste in der 53. Minute in Führung gebracht, Derby-Debütant Thilo Kehrer glich mit seinem Treffer (77.) für die Königsblauen aus. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

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Weinzierl muss auf die Tribüne

Aufregung gab es dann in der Nachspielzeit: Dortmunds Marc Bartra sprang der Ball im eigenen Strafraum vom Fuß an die Hand, Schiedsrichter Felix Zwayer verzichtete auf einen Elfmeterpfiff, der aber berechtigt gewesen wäre. Schalkes Trainer Markus Weinzierl echauffierte sich so vehement, dass er auf die Tribüne geschickt wurde.

Schalke-Stürmer Gudio Burgstaller schimpfte nach dem Spiel bei Sky: "Ich will jetzt nicht alles auf den Schiedsrichter schieben. Aber es ist nicht das erste Derby mit krassen Fehlentscheidungen, das er bei mir gepfiffen hat. Von dem her kenne ich das."

Schalke-Manager Christian Heidel berichtete: "Ich habe von keinem einzigen gehört, der gesagt hat: Das war nichts."

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Ex-Schiedsrichter Peter Gagelmann konnte als Sky-Experte die Aufregung der Königsblauen verstehen. "Der Arm ist hoch, die Hand geht Richtung Ball - das ist ein klarer Strafstoß", erklärte er.

Zwayer: "Sehr knifflige Situation"

Schiedsrichter Zwayer selbst, wollte eine Fehlentscheidung nicht eingestehen: "Es ist sicherlich eine Situation, die nach wie vor diskutabel bleibt, die nicht schwarz oder weiß ist. Es ist keine Situation, wo ich sage, das ist eine klare Fehlentscheidung. Aber auch keine, wo ich sage, alle Argumente liegen auf der Seite des Schiedsrichters, wenn man da nicht Strafstoß gibt. Es ist, glaube ich, eine sehr, sehr knifflige Situation."

Nach Abpfiff lief gar Schalke-Maskottchen "Erwin" auf den Platz und zeigte Zwayer die Rote Karte, die dem Referee zuvor auf den Rasen gefallen war.

Mit seinem 24. Saisontreffer hatte Aubameyang den BVB in Führung gebracht (53.). Danach zog der 27-Jährige eine schwarz-rote Maske über.

Aubameyang jubelt mit Maske

Es ist nicht das erste Mal, dass Aubameyang beim Jubeln eine Maske aufsetzte. 2014 jubelte der Gabuner nach seinem Treffer zum 2:0-Sieg gegen den FC Bayern im Supercup-Finale mit einer Spiderman-Maske.

Beim 3:0-Derbysieg gegen Schalke 04 im Jahr 2015 trug Aubameyang eine Batman-Maske, Teamkollege Marco Reus verkleidete sich als Gehilfe Robin. Diesmal war es aber eine Werbeaktion für seinen Sponsor Nike, für die er sich einen Rüffel von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke einhandelte.

Aubameyang profitierte bei seinem Treffer von einer sehenswerten Kombination: Der starke Ousmane Dembelespielte Shinji Kagawa frei, der den Ball auf den Torjäger querlegte.

Beim Ausgleich leistete Goretzka die Vorarbeit, als der den Ball mit der Sohle nach hinten auf Kehrer ablegte. 

Spiel kommt nur langsam in Gang

20 Minuten lang lebte das Spiel von der Derby-Atmosphäre auf den Rängen, auf dem Platz geschah wenig Aufregendes, beide Teams wollten keine Fehler machen.

Als die Schalker Abwehr zum ersten Mal unsortiert war, hätte Ousmane Dembele beinahe die Dortmunder Führung erzielt, doch Torwart Ralf Fährmann passte auf (22.).

Ein Freistoß von Daniel Caligiuri, der am langen Pfosten vorbeistrich (26.), war die erste nennenswerte Chance für die Gastgeber.

Dembeles Schlenzer knapp vorbei

Auf der Gegenseite verfehlte Dembele mit einem Schlenzer knapp das Ziel (30.). (DATEN: Spielplan und Ergebnisse)

Der 19-jährige Franzose war in der ersten Hälfte der auffälligste Spieler, in der zweiten Halbzeit scheiterte er mit einem Schuss am Pfosten.

Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang kam dagegen lange überhaupt nicht zum Zug. Seinen ersten Torschuss gab der Torjäger aus Gabun erst in der 34. Minute ab. Mit seinem Maskenjubel wurde er dann aber - neben dem Elfmeter-Ärger in der Nachspielzeit - trotzdem zum Thema des Spiels.

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