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FC Ingolstadt 04 v SV Darmstadt 98 - Bundesliga
Darmstadt 98 steht mit einer historisch schlechten Bilanz unmittelbar vor dem Abstieg © Getty Images

Ingolstadt - Darmstadt weist nach 28 Spielen eine historisch schlechte Bilanz auf. Der Abstieg ist nur noch eine Frage der Zeit. Auswärts droht ein Novum.

Bis zur 72. Minute durfte Darmstadt 98 in Ingolstadt vom ersten Auswärtspunkt der Saison träumen, dann machte Markus Suttner mit dem 3:2-Siegtreffer für den FCI alle Hoffnungen zunichte.

"Was Charakter und Einstellung der Jungs angeht, da gibt es nichts zu meckern. Wir spielen da am Limit und versuchen alles. Aber manchmal reicht es eben nicht aus, alles zu geben", resümierte Trainer Torsten Frings konsterniert bei Sky.

Nur Tasmania unterbietet die Lilien

Mit nur 15 Punkten und einer Tordifferenz von minus 37 zieren die Lilien abgeschlagen das Tabellenende - das ist zu diesem Zeitpunkt der Saison die schlechteste Bilanz eines Teams seit Einführung der Drei-Punkte-Regel.

21 Niederlagen nach 28 Saisonspielen überbot nur das historisch schwächste Bundesligateam Tasmania Berlin in der Saison 1965/66 mit 24 Pleiten zum gleichen Zeitpunkt.

Bereits am kommenden Wochenende könnte der Abstieg der Darmstädter auch rechnerisch feststehen. Bei noch 18 zu vergebenden Punkten beträgt der Rückstand aufs rettende Ufer 14.

Der Klassenerhalt sei nun natürlich "nahezu unmöglich", räumte Frings ein und richtete dennoch ein Lob an sein Team: "Ich bin stolz auf die Truppe, dass sie sich trotz der Situation nicht hängen lässt. Es gab und gibt Mannschaften, die den Kopf in den Sand stecken und einfach alles laufen lassen. Deshalb Hut ab vor meinen Jungs."

Darmstadt droht Negativ-Rekord

Allerdings droht den Südhessen ein Negativ-Rekord: Noch nie blieb ein Bundesligist eine komplette Saison ohne Auswärtspunkt. Sogar Tasmania holte einst immerhin einen Punkt in der Fremde.

Selbst das dürfte angesichts des Restprogramms der Darmstädter eine große Herausforderung werden. Das Team von Torsten Frings gastiert noch bei den Heimmächten Hamburger SV , FC Bayern und Borussia Mönchengladbach.

In Darmstadt laufen aber ohnehin bereits die Vorbereitungen für den Ernstfall, wie Frings bestätigte: "Wir haben schon seit Januar das Szenario Zweite Liga im Hinterkopf und werden auch in den nächsten Wochen fleißig im Hintergrund daran arbeiten, für den Fall des Abstiegs - wonach es derzeit aussieht - eine gute Mannschaft aufs Feld zu bekommen."

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