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Der nächste Spielball der Bundesliga wird nicht mehr von adidas gestellt © Imago

Ab der übernächsten Saison kicken die Stars der Bundesliga nicht mehr mit adidas-Bällen. Derbystar gibt nach seinen Hochzeiten in den 70er-Jahren ein Comeback.

Derbystar löst adidas ab: Die Traditionsmarke Derbystar stellt ab der Saison 2018/19 den offiziellen Spielball der Bundesliga und der 2. Liga.

Die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Unternehmen ist auf vier Spielzeiten bis 2021/22 angelegt. Das gab die DFL Sports Enterprises (DFL SE) am Montag in Frankfurt/Main bekannt.

"Mit Derbystar haben wir einen Partner gewonnen, der seit langer Zeit für höchste, von den Klubs und Spielern anerkannte Produktqualität steht", sagte DFL-SE-Geschäftsführer Jörg Daubitzer: "Darüber hinaus schätzen wir das internationale Vertriebsnetz, über das das Unternehmen zusammen mit der Mutterfirma Select Sport verfügt."

Bereits ab 1970/71 war Derbystar durch zahlreiche Klub-Kooperationen in der Bundesliga vertreten. In der Saison 1979/80 wurden sogar alle 306 Bundesliga-Begegnungen mit den Bällen des Unternehmens ausgetragen. 

Neuer Fokus bei Adidas

Adidas beendet die Zusammenarbeit mit der DFL nach der kommenden Saison.

"Unsere offenen und vertrauensvollen Gespräche mit der DFL haben zu dem Ergebnis geführt, dass wir unsere langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit nach dem Auslaufen des derzeitigen Vertrages über die Saison 2017/18 hinaus nicht fortführen werden", sagte adidas-Sprecher Oliver Brüggen: "Im Zuge unserer Strategie werden wir uns noch stärker auf Kooperationen mit den international führenden Vereinen und jungen, aufstrebenden Spielern konzentrieren."

Derbystar feierte derweil seinen Coup. "Mit der Rückkehr in die Bundesliga und 2. Bundesliga unterstreichen wir unsere starke Position im Markt und die sehr positive Unternehmensentwicklung der letzten Jahre", äußerte Andreas Filipovic aus der Geschäftsleitung (Verkauf und Sponsoring).

Die Firma ist seit der Unternehmensgründung im Jahr 1968 auf die Produktion von handgenähten Bällen spezialisiert und gehörte zu den ersten Produzenten, die synthetische Materialien für die Herstellung der Bälle einsetzten. Diese Entscheidung galt Mitte der 1970er Jahre als richtungweisend.  

Seit 1991 gehört die Derbystar Sportartikel GmbH zu Select Sport A/S (Select) - einem dänischen Unternehmen. Derzeit setzten die Ligen in den Niederlanden, Finnland, Schweden, Island, Dänemark und Belgien auf offizielle Spielbälle von Derbystar/Select. Die jährlich rund drei Millionen Bälle werden exklusiv bei Anwar Khawaja Industries (AKI) von rund 7500 Nähern in Pakistan hergestellt.

Heynckes schwärmt von Derbystar

Ein Fürsprecher des Unternehmens ist Welt- und Europameister Jupp Heynckes.

"Ich freue mich sehr darüber, das Derbystar den Zuschlag für den neuen Liga-Ball bekommen hat. Derbystar stand schon zu meiner Zeit für hervorragende Qualität und meine großen Erfolge in Gladbach haben wir mit Derbystar-Bällen gefeiert", sagte der frühere Trainer, der mit Bayern München 2013 das Triple gewonnen hat.

"Neben den Schuhen ist der Ball das wichtigste Produkt im Fußball. Ich beglückwünsche sowohl die DFL als auch Derbystar zu dieser Partnerschaft" fuhr Heynckes fort.

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