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Maskottchen "Erwin" kam auf dem Platz und zeigt Schiedsrichter Felix Zwayer Rot
Maskottchen "Erwin" kam auf dem Platz und zeigt Schiedsrichter Felix Zwayer Rot © Imago

Nach dem Revierderby zwischen Schalke und Dortmund zeigt Maskottchen "Erwin" dem Schiedsrichter die Rote Karte. Die Aktion könnte ein Nachspiel haben.

Unglaubliche Szene nach dem Revierderby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund (1:1): S04-Maskottchen "Erwin" hat Schiedsrichter Felix Zwayer die Rote Karte gezeigt.

Hintergrund der Aktion waren die Schalker Proteste über eine umstrittene Entscheidung des Unparteiischen.

In der Nachspielzeit sprang Dortmunds Verteidiger Marc Bartra der Ball im eigenen Strafraum vom Fuß an die Hand. Doch Zwayer verwehrte den Hausherren den eigentlich fälligen Elfmeter.

Weinzierl auf die Tribüne geschickt

Schalke-Stürmer Guido Burgstaller schimpfte nach der Partie bei Sky: "Ich will jetzt nicht alles auf den Schiedsrichter schieben. Aber es ist nicht das erste Derby mit krassen Fehlentscheidungen, das er bei mir gepfiffen hat. Von dem her kenne ich das."

Auch unter die Protestierenden auf dem Platz mischte sich Schalke-Trainer Markus Weinzierl, der daraufhin vom Referee auf die Tribüne verbannt wurde.

Kurios: Maskottchen dachte, Zwayer sei zuvor seine Rote Karte auf den Rasen gefallen - diese war allerdings von den Rängen geworfen worden.

"Erwin" griff sie sich, schloss sich dem Schalker Rudel um den Schiedsrichter an und zeigte ihm den Karton. Danach gab er Zwayer die Karte.

Zwayer nicht amüsiert

Der Schiri griff daraufhin zum Notizblock und notierte den Sachverhalt. Der frühere Unparteiische Peter Gagelmann forderte bei Sky sogar einen Sonderbericht von Zwayer, der eine Strafe für die Schalker zur Folge haben könnte.

Allerdings zeigte sich der Referee nach dem Duschen schon wieder gelassen. "In dem Moment unter Anspannung fand ich es nicht so lustig. Morgen wird es dann vielleicht schon amüsanter", erklärte er.

"Ich habe mich entschuldigt"

Sogar der Übeltäter meldete sich zu Wort und gab sich reumütig. "Ich habe mich entschuldigt. Es war nicht böse gemeint. Es sollte ein Spaß sein", versicherte der Mann unter dem Kostüm.

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel sah es genauso.

"Sollen wir jetzt alle zum Lachen in den Keller gehen? Ich habe gehört, dass jetzt noch ein Sonderbericht angefertigt werden soll. Erwin wird dann vorgeladen und kommt in Uniform nach Frankfurt."

Und weiter: "Wir sollten jetzt mal die Kirche im Dorf lassen. Er hat niemandem weh getan und es ist niemand auf den Arm genommen worden. Jeder weiß, warum, wieso und weshalb. Wir sollten alle schön nach Hause fahren und Erwin in Ruhe lassen."

Falls der DFB dennoch ermitteln sollte, kündigte Heidel bereits Widerstand an: "Wenn Erwin bestraft werden soll, dann beantragen wir mündliche Verhandlung - und dann kommt er auch - im Kostüm!"

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