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Mats Hummels (r.) wechselte im vergangenen Sommer von Dortmund nach München
Mats Hummels trifft erneut auf sein Ex-Team Borussia Dortmund © Getty Images

München - Vor dem Topspiel des FC Bayern gegen Borussia Dortmund redet Mats Hummels seinen Teamkollegen ins Gewissen und mahnt, der Vorsprung könne schnell verspielt sein.

Carlo Ancelotti wollte schnell zur Tagesordnung übergehen.

"An manchen Tagen klappt es eben nicht. So ist Fußball", wich der Trainer des FC Bayern nach der 0:1-Pleite bei der TSG Hoffenheim in Floskeln aus.

Doch nicht nur die Münchner Medien schlugen angesichts des passiven Auftritts und dem Ende der Erfolgsserie von 20 ungeschlagenen Pflichtspielen seit November Alarm.

Hitzfeld: "Erneute Niederlage würde Zweifel schüren"

Auch der langjährige Bayern-Meistercoach Ottmar Hitzfeld warnte im kicker: "Eine erneute Niederlage am Samstag würde bei den Bayern nach dem Lauf der letzten Zeit unnötige Zweifel schüren."

Schließlich warten nun die absoluten Topgegner. Am kommenden Mittwoch kommt Real Madrid zum Champions-League-Viertelfinale in die Arena.

Vorher geht es gegen Borussia Dortmund, das dem FCB im Hinspiel die erste Saisonniederlage zugefügt hatte.

Und so redete Mats Hummels seinen Teamkollegen eindringlich ins Gewissen und rechnete vor, wie schnell der Zehn-Punkte-Vorsprung auf RB Leipzig bei einer weiteren Pleite zusammenschmelzen könnte.

"Wir müssen unsere Hausaufgaben machen"

"Wir wollen nicht ohne Punkte, sondern mit einem guten Gefühl aus dieser schwierigen Woche herausgehen", forderte der Abwehrchef.

"Deshalb müssen wir am Samstag unsere Hausaufgaben machen. Wir werden gegen Dortmund alles auf den Platz bringen, was wir haben."

Eine Niederlage im Prestigeduell gegen den Erzrivalen hätte vermutlich weniger Auswirkungen auf den Kampf um die Meisterschaft als auf die Stimmung.

"Spiele gegen Dortmund sind immer brisant", weiß Hummels, der im Sommer für 35 Millionen Euro vom BVB zurück in seine Heimat gewechselt war: "Für mich sowieso, für jeden anderen aber auch."

So sieht es auch David Alaba. "Unser Ziel ist, das Spiel gegen Dortmund zu gewinnen, und im Rhythmus zu bleiben. Wir wollen eine gute Stimmung haben und diesen Flow mitnehmen gegen Real."

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Hoffenheim-Pleite macht Hummels Hoffnung

Hummels hofft, dass der desaströse Auftritt in der ersten Halbzeit in Hoffenheim seinen Teamkollegen gerade rechtzeitig zur entscheidenden Saisonphase die Augen geöffnet hat.

"Passiv und zögerlich sind wir nicht mal halb so stark, wie wenn wir eine gewisse Intensität ins Spiel bringen", meinte der Nationalspieler.

"Das war ein Dämpfer zur rechten Zeit", erklärte der Abwehrchef.

Weiter ohne Neuer und Müller

Immerhin kehren gegen Dortmund Leistungsträger wie Philipp Lahm, Thiago und Franck Ribery in die Startelf zurück. 

Die angeschlagenen Manuel Neuer und Thomas Müller werden dagegen weiter fehlen.

Auch Robert Lewandowski musste am Donnerstag das Training abbrechen, allerdings gab der FCB wenig später Entwarnung.

Für Dortmund geht es sogar um noch mehr angesichts des engen Rennens um die Champions-League-Plätze. "Das ist eins der Schlüsselspiele in diesem Jahr", sagte BVB-Mittelfeldspieler Gonzalo Castro.

Doch Nuri Sahin glaubt, dass der Gegner die Botschaft seines Ex-Kollegen Hummels verstanden hat:

"Ich bin mir sicher, dass die Bayern jetzt unbedingt gewinnen wollen und sie sich gegen uns nicht schonen werden für das Champions-League-Spiel gegen Real."

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