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Hamburg - Wolfsburg vergeigt das Abstiegsendspiel beim HSV und muss um den Klassenverbleib zittern. Mario Gomez ist bedient, der Trainer reagiert trotzig.

Mario Gomez weiß, wie sich schmerzliche Niederlagen anfühlen. Das letzte Mal, als man ihn so niedergeschlagen erlebte, war er gerade mit der Nationalmannschaft im EM-Halbfinale an Frankreich gescheitert.

Der Stürmer lief gedankenverloren über den Rasen. Ein Ebenbild des Mario Gomez, der am Samstag Abend nach Abpfiff durchs Hamburger Volksparkstadion schlich.

Gomez: "Haben bekommen, was wir verdienen"

Der VfL Wolfsburg hat den Abstiegsshowdown gegen den Hamburger SV verloren - und muss ausgerechnet im 20. Jahr seiner Bundesliga-Zugehörigkeit den Absturz in die Zweitklassigkeit fürchten. 

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"Jetzt haben wir das bekommen, was wir verdient haben", konstatierte Gomez nach der folgenschweren Niederlage am letzten Spieltag. Seine Analyse zum sportlichen Absturz der Wölfe fiel schonungslos aus.

"Brutale Schwankungen" habe das Team die gesamte Spielzeit über gezeigt. "Wenn ich mir die ersten 30 Minuten anschaue", sagte Gomez mit Blick auf die Partie beim HSV, "warum machen wir nicht einfach so weiter? Das war in der ganzen Saison unser Problem." 

Trotz teilweise drückender Überlegenheit, der zwischenzeitlichen Führung durch Robin Knoche (23.) und zahlreichen weiteren Möglichkeiten brachte Wolfsburg den Vorsprung nicht über die Runden. 

Jonker: Wolfsburg gehört zu den Besten

Trainer Andries Jonker sprach nach dem späten K.o. in Hamburg zwar auch von einer "Riesen-Enttäuschung", richtete seinen Blick aber schon merklich auf die Relegationsspiele gegen den Dritten der Zweiten Liga, wahrscheinlich Eintracht Braunschweig, das vor dem letzten Spieltag drei Zähler hinter Spitzenreiter VfB Stuttgart und Hannover 96 liegt.

In den anstehenden K.o.-Partien am kommenden Donnerstag (25. Mai, 20.30 Uhr) und Dienstag, den 29. Mai (20.30 Uhr) haben die Wölfe zunächst Heimrecht.

Geht es nach den Wolfsburger Alphatieren, sollen erst gar keine Zweifel aufkommen an Ausgangslage und Favoritenstellung. "Wir sind nicht abgestiegen. Wir haben noch zwei Spiele gegen einen Zweitligisten. Bei aller Liebe - das müssen wir schaffen", bekräftigte Gomez. 

Jonker: "...dann gehören wir zu den Besten"

Und Jonker ließ sich mit Blick auf kommende Woche sogar eine Aussage entlocken, die vom Gardemaß seines früheren Chefs Louis van Gaal war. "Fußballerisch sind wir in Ordnung", bekundete der Niederländer in den Hamburger Katakomben. "Wenn wir das mit Kampfgeist kombinieren, gehören wir zu den besten Mannschaften."

Woher Jonker diese Erkenntnis nahm, ließ er am Samstag unbeantwortet. Die letzten Spiele im Abstiegskampf können es nicht gewesen sein...

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