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Lucien Favre trainierte bisher in der Bundesliga Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach © Getty Images

München - Borussia Dortmund soll sich bei der Suche nach einem Nachfolger für Thomas Tuchel mit Lucien Favre geeinigt haben. Das bringt viele BVB-Fans auf die Palme.

Sollte Borussia Dortmund - und danach sieht es aktuell aus - sich wirklich nach der Saison von Thomas Tuchel trennen und die Zusammenarbeit ein Jahr vor Vertragsende beenden, so soll dessen Nachfolger mit Lucien Favre bereits feststehen.

Wie die Bild berichtet, soll sich die Borussia bereits mit Wunschtrainer Favre weitgehend einig sein. Doch ein gewichtiges Problem besteht nach wie vor: Der Ex-Gladbacher hat in Nizza einen Vertrag bis 2019 unterschrieben.

Poker oder Ablenkungsmanöver?

Der Poker um Favre hat begonnen. Oder ist es am Ende nur ein Ablenkungsmanöver, damit sich die BVB-Bosse in Ruhe ihren eigentlichen Wunschkandidaten suchen können?

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Der Geschäftsführer von OGC Nizza, Julien Fournier, sagte SPORT1: "Dortmund hat eine sehr gute Idee, denn Lucien ist ein Top-Trainer. Aber sie hätten diese Idee vor der laufenden Saison haben müssen, als er frei war. Jetzt ist er in Nizza."

Auch Favres Berater Christophe Payot dementierte die Berichte über einen möglichen Wechsel. "Es gab weder Kontakt zwischen Dortmund und Lucien Favre, noch zwischen Dortmund und Nizza und auch nicht zwischen Dortmund und mir", sagte Payot dem Tribune de Geneve. "Das sind im Moment unbegründete Gerüchte."

Fans wollen Favre nicht

Sollte es trotzdem zum Wechsel von Favre nach Dortmund kommen, dürfte er jedoch nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen werden.

Ein Großteil der BVB-Fans möchte Favre nicht als neuen Trainer der Schwarz-Gelben. Sie wünschen sich, dass Tuchel beim BVB bleibt. Einige Fans machen sich auf der Facebook-Seite des Vereins Luft.

"Nur nicht Favre holen. Ich sag' nur eins: Tuchel muss bleiben! Punkt Aus Basta", schreibt etwa BVB-Fan Oliver Oli Moritz.

Kathrin Gerschel schimpft über Klub-Boss Hans-Joachim Watzke und fügt hinzu: "Niemand will den Favre haben. Zum Kotzen!"

"Von allen guten Geistern verlassen?"

BVB-Anhänger Dabi Ela Gre kann sich mit Favre als Tuchel-Nachfolger nicht anfreunden und schreibt: "Seid ihr jetzt von allen guten Geistern verlassen?! Es gibt halt keinen zweiten Kloppo. Lasst Tuchel machen."

Auch auf der Facebook-Seite von SPORT1 findet bereits eine heftige Diskussion statt.

Mirza Gracic schreibt: "Favre? Da holt man sich dann wieder einen sehr schwierigen Menschen ins Boot, der nach einem oder zwei Jahren wieder weg ist."

Oder Tina und Ralf Ewers schreiben: "Bitte nicht Favre. Der ist genauso kompliziert wie Tuchel. Wie blind sind die BVB-Bosse?" 

Vier bis fünf Millionen Ablöse

Favres Vertrag in Nizza läuft noch bis Juni 2019, in Frankreich ist eine Ablösesumme von vier bis fünf Millionen Euro im Gespräch.

"Dortmund hat das Recht, an eine Verpflichtung Favres zu denken. Er hat aber nie den Wunsch geäußert, uns zu verlassen", sagte Fournier.

Falls Dortmund trotzdem interessiert sei, "könnte es aber möglicherweise Gespräche geben", fügte der Chef des Vereins hinzu.

Auch OGC-Präsident Jean-Pierre Rivere betonte, der BVB habe Nizza noch "nicht kontaktiert".

Geht es nach dem Gros der BVB-Fans, soll das auch so bleiben. 

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