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HSV-Investor Kühne übt Kritik an der schleppenden Transferpolitik der Hanseaten, geht gegen die Bosse vor. Bruchhagen schlägt anschließend zurück.

Heribert Bruchhagen hat sachlich, aber vehement auf die Kritik von Investor Kühne an der Kaderplanung des Hamburger SV reagiert. Dieser hatte die Führungsetage mit deutlichen Worten in die Pflicht genommen.

"Der HSV muss sich sehr am Riemen reißen: Aufsichtsrat, Vorstand, Sportdirektor, Trainer müssen alle ihr Bestes geben", sagte der 80-Jährige in einem TV-Interview mit Sat.1 Regional.

Bruchhagen setzte daraufhin zum Konter an. "Es ist etwas ganz anderes, ob ich Journalist, Fan oder Förderer eines Vereins bin – oder ob ich in der Verantwortung stehe“, sagte Bruchhagen der MOPO.

"Das ist die Realität"

Er verwies auch auf die Vertragsverhandlungen mit Bobby Wood, Kyriakos Papadopoulos und Julian Pollersbeck, die Kühne zu lange dauern: "Natürlich können wir an einem Nachmittag mit Bobby Wood verlängern, am nächsten dann Kyriakos Papadopoulos kaufen und Julian Pollersbeck noch dazu. Aber ich bin der Verantwortliche und muss die Bedingungen prüfen. Das ist die Realität."

Der Investor hatte die Zusammenarbeit mit der Vereinsführung zuvor als "ein bisschen langsam" bezeichnet. "Im Prinzip sind sich alle einig, dass etwas passieren muss. Aber es fehlt die Dynamik", ergänzte der Unternehmer. "Ich versuche zu ermahnen und sage: 'Tut mal was und bewegt euch mal ein bisschen schneller.'"

Kühne stärkt Trainer den Rücken

Zuletzt hieß es, Kühne soll bereit sein, dem HSV weitere 20 Millionen Euro für Transfers bereit zu stellen. Trainer Markus Gisdol stärkte er dabei den Rücken. "Wenn das Konzept des Trainers von seinen Vorgesetzten voll akzeptiert wird, bin ich bereit, weiterhin zu helfen", nannte Kühne seine Bedingungen.

Dennoch sei der Milliardär zuversichtlich, dass in Sachen Neuverpflichtungen beim HSV noch "einiges passiert". Einer seiner Wunschspieler ist der bisher von Bayer Leverkusen ausgeliehene Kyriakos Papadopoulos. "Das ist einer der markanten Spieler, den ich mir weiterhin wünsche. Die Verhandlungen sind ein Poker, mit offenem Ende. Wir müssen abwarten, ob man sich einig wird. Ich wünsche es mir aber", sagte Kühne.

Ebenso hoffe er auf eine Vertragsverlängerung mit Offensivspieler Bobby Wood.

Bruchhagen indes zeigte auch seinen Solidaritätsgeist und stimmte mildere Töne an: "Was Herrn Kühne und uns alle eint, ist doch der Wunsch, eine gute schlagkräftige Mannschaft zu bekommen."

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