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Ralf Rangnick ist Manager von RB Leipzig
Bei Ralf Rangnick kamen die Aussagen von Max Eberl nicht gut an © Getty Images

Max Eberl sorgte zuletzt mit Kritik an der Transferpolitik von RB Leipzig für Aufsehen. Auch bei RB-Sportdirektor Ralf Rangnick kommen die Aussagen nicht gut an.

Ralf Rangnick hat sich gegen Max Eberls Kritik an der Transferpolitik von RB Leipzig gewehrt. Der Sportdirektor der deutschen Vizemeisters rechtfertigte das Vorgehen des Vereins, auf große Einnahmen durch Spielerverkäufe zu verzichten.

"Wenn wir in dieser Saison auch nur zwei Spieler von uns verkauft hätten, hätten wir alles, was wir jemals ausgegeben haben, wieder reingeholt. Und das weiß Max auch. Deshalb empfinde ich seine Aussagen als ein bisschen populistisch", warf Rangnick seinem Pendant von Borussia Mönchengladbach in der Welt am Sonntag vor.

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Eberl hatte sich über die Transferbilanz der Leipziger gewundert. "RB Leipzig braucht scheinbar kein Geld einzunehmen. Das zeigt ja schon ein einfacher Blick auf das Transferdefizit der letzten vier Jahre: RB gab, wie man hören konnte, etwa 150 Millionen Euro für Spieler aus und nahm im Gegenzug kaum etwas ein", hatte Eberl der Welt gesagt.

Liverpool hat für Keita geboten

"Da fehlen Max Eberl einfach die Insiderinformationen zu unserem Klub. Es ist ja nicht so, dass wir pauschal sagen, wenn irgendeiner unserer Spieler so ein Angebot bekommt, werden wir ihn zu keinem Zeitpunkt jemals abgeben", legte Rangnick nach: "Aber wir müssen doch abwägen. Wenn wir Keita in diesem Jahr für 70 oder 80 Millionen Euro abgeben, was bringt uns das im Vergleich zu der Summe, die wir nächstes Jahr so oder so bekommen."

Rangnick erklärte, in der laufenden Transferperiode zwei Angebote des FC Liverpool für Mittelfeldspieler Naby Keita vorliegen gehabt zu haben. Er betonte aber erneut, dass zu keinem Zeitpunkt ein Verkauf des Youngsters geplant war.

Eberl hatte gemeint, dass es sich Gladbach nicht leisten könne, ein Angebot in Höhe von 75 Millionen Euro ablehnen zu können - wie viele andere Bundesliga-Vereine. "Leipzig scheinbar schon", hatte Eberl ergänzt.

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