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Rummenigge
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sprach über die Auswirkungen des Neymar-Transfer © Getty Images

Für Karl-Heinz Rummenigge wird die Ablösesumme für Neymar lange einmalig bleiben. Laut dem Bayern-Boss hat der Transfer aber Einfluss auf zukünftige Verträge.

Karl-Heinz Rummenigge glaubt nicht, dass der 222-Millionentransfer von Neymar zu Paris St. Germain in den nächsten Jahren übertroffen wird.

"Ich bin überzeugt, dieser Transfer bleibt in der Höhe für lange Zeit eine totale Ausnahme. Kaum ein anderer Klub wird in der Lage sein, eine halbe Milliarde Euro in einen Spieler zu investieren. Diesen Betrag soll das gesamte Neymar-Paket für Paris Saint-Germain ja wohl kosten", sagte  der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München der FAZ.

Dennoch wird der Transfer Rummenigges Meinung nach großen Einfluss auf zukünftige Verträge haben: "Die Erfahrung zeigt, die Ablösesummen und Gehälter werden durch solche außergewöhnlichen Deals weiter steigen – auch in Deutschland."

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Rummenigge: Kommerzialisierung kein Problem

Die fortschreitende Kommerzialisierung im Fußball sieht Rummenigge nicht als Problem an und ist für ihn weit entfernt von einer Massenbewegung.

"Sorry, aber gegen die sogenannte Kommerzialisierung sind vielleicht zwei Prozent der Fans in dieser Republik aktiv", sagte Rummenigge. Die "ganz große Mehrheit" der Stadionbesucher sei mit dem Fußball in der Bundesliga "sehr zufrieden". 

Rummenigge warb darum, Deutschland nicht isoliert zu sehen: "Die Bundesliga steht in einem internationalen Wettbewerb, wir leben auf keiner Insel. Ich glaube, wir machen im deutschen Fußball einen Fehler - auch in den Fankurven: Alles wird ausschließlich aus einer deutschen Perspektive heraus beurteilt. Doch Fußball ist ein globaler Wettbewerb geworden."

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