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Gisdol
Markus Gisdol will nach dem Pokalaus des HSV nicht einfach zur Tagesordnung übergehen © Getty Images

Markus Gisdol vermisst beim peinlichen Pokal-Aus in Osnabrück bei seinen Spielern die nötige Einstellung. Gegen Augsburg will er eine Reaktion sehen.

Nach der 1:3-Pokalblamage beim Drittliga-Vorletzten VfL Osnabrück herrscht beim Hamburger SV schon vor dem Bundesligastart Krisenstimmung.

Trainer Markus Gisdol hat seinen Spielern mit Blick auf den Ligastart gegen den FC Augsburg (Samstag, ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) Konsequenzen angedroht.

"Wenn ein Spieler in dieser Woche nicht zu 100 Prozent bei der Sache ist, dann spielt er auch nicht und dann werde ich ihn auch nicht in den Kader nehmen", sagte der 47-Jährige am Rande des Montagstrainings.

Gisdol will Klarheit bei Personalfragen

Namen nannte er nicht. Dennoch wurde deutlich, wie sehr Gisdol die ungeklärte Zukunft von abwanderungswilligen Leistungsträgern stört. Diese offenen Fragen gelte es "schnellstens zu klären", sagte Gisdol.

Seit Wochen gibt es Gerüchte um mögliche Abgänge von Nicolai Müller, Douglas Santos, Walace und auch Aaron Hunt. Dennoch lässt Gisdol keine Ausreden gelten: "Die Spieler stehen alle beim HSV unter Vertrag und werden jeden Tag bezahlt, deshalb erwarte ich auch hundertprozentigen Einsatz."

Video

Als Erklärung für das kollektive Versagen im Pokal in Osnabrück taugt dieser Aspekt allerdings nicht. Gisdol bezeichnete in seiner öffentlichen Analyse das Passspiel seiner 72 Minuten in Überzahl agierenden Mannschaft als "zu lahm" und prangerte fehlende Härte und Konsequenz im Zweikampfverhalten an.

Todt spricht von "indiskutablem Auftritt"

Dinge, die auch dem Sportchef Jens Todt die Sorgenfalten auf die Stirn treiben.

"Nach diesem indiskutablen Auftritt war die Nacht definitiv kurz. Und diese Niederlage fühlt sich auch einen Tag später nicht besser an", sagte Todt.

Bei der morgendlichen Videoanalyse, dies ließ Gisdol durchblicken, fielen jedenfalls klare Worte: "Ich kann eine solche Niederlage nicht sofort abhaken, einige Sachen haben mich richtig gestört. Was bei der Sitzung genau abging, bleibt intern und geht niemanden etwas an."

Bis zum Ligastart regiert daher das Prinzip Hoffnung an der Elbe - wieder einmal. Todt fast trotzig: "Ich weiß, dass wir eine intakte Mannschaft haben. Wir sind auf dem Boden der Tatsachen, werden aber gegen Augsburg ein anderes Gesicht zeigen." 

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