vergrößernverkleinern
Thomas Müller und Robert Lewandowski feiern den Sieg des FC Bayern gegen Mainz 05 © Getty Images

Der FC Bayern hat sich mit einem klaren Sieg gegen Mainz 05 aus seinem Tief geschossen. Vor allem der zuletzt kritisierte Thomas Müller überzeugte auf ganzer Linie.

Der FC Bayern München kommt zum Start in einen heißen Herbst so langsam wieder auf Betriebstemperatur.

Der deutsche Rekordmeister gewann zum Wiesn-Auftakt gegen den FSV Mainz 05 souverän mit 4:0 (2:0) und sorgte mit einer ansprechenden Leistung dafür, dass sich die zuletzt angespannte Lage in München zumindest vorübergehend wieder etwas beruhigen dürfte.

Highlights aller Spiele in Bundesliga Pur - Sonntag, 9.30 Uhr im TV auf SPORT1

Der auffällige Thomas Müller, der diesmal wieder von Beginn an spielte, brachte die Bayern in der 11. Minute in Führung. Arjen Robben erhöhte auf 2:0 (23.).

"Haben uns viel vorgenommen"

"Es war offensichtlich, dass wir noch Luft nach oben hatten. Aber wir haben unter der Woche intern gesprochen und uns viel vorgenommen. Heute haben wir es besser auf den Platz bekommen", erklärte Müller nach Spielende bei Sky.

Robert Lewandowski erzielte nach starker Vorarbeit Müllers das 3:0 (50.) für die Münchner, die damit Wiedergutmachung für die jüngste Liga-Niederlage in Hoffenheim betrieben (0:2). 

Auch zum Endstand traf Lewandowski (77.), um den es zuletzt reichlich Unruhe gegeben hatte. Es war sein fünftes Saisontor. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Ich bin zufrieden. Wir haben sehr gut kombiniert und hatten sehr gute Chancen. Wir haben es sehr gut gemacht", lobte Trainer Carlo Ancelotti.

Ribery zunächst auf der Bank

Bereits am Dienstag steht für die Bayern, die unter der Woche erfolgreich in die Champions League gestartet waren, der nächste Härtetest auf Schalke an.

Mainz, das in den letzten beiden Jahren immerhin vier Punkte in München geholt hatte, muss sich vor dem Heimspiel am Mittwoch gegen Hoffenheim wie erwartet nach unten orientieren. (Die Tabelle der Bundesliga)

"Wir haben zum falschen Zeitpunkt gegen Bayern gespielt. Wir haben uns schwer getan, hatten Glück, dass es nicht höher ausgeht", sagte Mainz-Coach Sandro Schwarz.

Ancelotti hatte sein Team nach dem 3:0 gegen Anderlecht auf fünf Positionen verändert. Auch James Rodríguez und Franck Ribery saßen zunächst auf der Bank. Der 34 Jahre alte Franzose hatte mit einem Trikotwurf für Aufregung gesorgt.

Bei einer Aussprache sei aber alles geklärt worden, betonte Ancelotti. Ribery wurde eingewechselt. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Nutznießer der Rotation waren unter anderem Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng. Der Weltmeister bestritt nach Muskelverletzung sein erstes Spiel von Beginn an nach knapp vier Monaten.

Mainz scheitert in der Anfangsphase

Die WM-Innenverteidigung geriet gleich einmal in Bedrängnis, da sich Thiago und Arturo Vidal Nachlässigkeiten leisteten, die Pablo de Blasis (7.) und Robin Quaison aber nicht nutzten.

Die Bayern waren ansonsten gewohnt überlegen, benötigten aber etwas, um das Abwehr-Bollwerk der 05er zu überwinden. Nach Ablage von Joshua Kimmich schob Müller den Ball aus zwölf Metern überlegt Richtung Tor, Robben lenkte leicht ab.

Mainz war vor der Pause nur noch einmal gefährlich. So musste Manuel Neuer gegen Quaison (15.) sein ganzes Können aufbieten. Danach glänzte auf der anderen Seite René Adler gegen Vidal und Robben. Kurz darauf vergaben Coman und Lewandowski leichtfertig - ehe es Robben den Kollegen mit einem gefühlvollen Heber zeigte.

Nach der Pause sorgten die Bayern schnell für klare Verhältnisse, versäumten aber bei weiteren Chancen durch Müller, Ribery, Coman und Lewandowski ein höheres Ergebnis.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel