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Augsburg - Borussia Dortmund schleppt sich in Augsburg zum Sieg und bleibt oben. Pierre-Emerick Aubameyang sorgt mit einem vergebenen Elfmeter für die Szene des Spiels.

Borussia Dortmund hat auf die Schlappe gegen Real Madrid zumindest eine Halbzeit lang mit begeisterndem Offensivfußball reagiert und führt die Bundesliga nach einem 2:1 (2:1) beim FC Augsburg weiterhin an. (DATENCENTER: Die Tabelle)

Die Schlitzohrigkeit von Andrey Yarmolenko und ein Traumtor von Shinji Kagawa verhalfen dem BVB dabei zum Sieg, der in der zweiten Halbzeit allerdings mehrfach auf der Kippe stand.

(FCA-Manager Stefan Reuter ist zu Gast im CHECK24 Doppelpass, am Sonntag ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

Bosz: "Kein guter Fußball"

"Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis, aber das war das schlechteste Spiel, seitdem ich BVB-Trainer bin", kritisierte Peter Bosz sein Team: "Wir haben keinen guten Fußball gespielt, und in der zweiten Halbzeit dann gar keinen mehr."

Augsburgs Trainer Manuel Baum prangerte die Mutlosigkeit seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit an, sah aber dann eine deutliche Leistungssteigerung: "In der zweiten Halbzeit hätten wir definitiv einen Punkt verdient gehabt, deshalb ärgern wir uns richtig."

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Der Ukrainer Yarmolenko (4.) brachte die Dortmunder nach einer Ecke mit der Hacke aus kurzer Entfernung früh in Führung. Augsburg hatte durch Caiuby (11.) per Kopf eine schnelle Antwort. Dann traf der Japaner Kagawa (23.) mit einem Lupfer der Marke Tor des Monats zum 2:1.

Pierre-Emerick Aubameyang (79.) vergab überheblich die Vorentscheidung, als er einen Foulelfmeter ins Tor lupfen wollte. FCA-Keeper Marwin Hitz blieb aber einfach stehen und fing den Ball.

Zum Elfmeter hatte erst das Eingreifen des Videoschiedsrichters geführt, der aber erst 21 Sekunden nach der betreffenden Szene (Trikotzerren von Koo an Piszczek) zurücklag. Schiedsrichter Marco Fritz musste so lange warten, da die Begegnung vorher nicht unterbrochen war. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

BVB seit 13 Spielen ungeschlagen

Dortmund ist nun saisonübergreifend seit 13 Partien ungeschlagen und festigte mit dem sechsten Erfolg dieser Spielzeit seine Tabellenführung. Augsburg musste hingegen erstmals seit dem ersten Spieltag eine Niederlage hinnehmen und verlor erstmals seit April wieder ein Heimspiel. Dennoch steht die Mannschaft von Trainer Manuel Baum in der Tabelle gut da. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im Ticker) 

Dortmund, das ohne den geschonten Mario Götze spielte, glänzte durch sehr variantenreiche und zielgerichtete Offensivaktionen. Immer wieder erzeugten die Schwarz-Gelben dadurch Verwirrung bei den Schwaben wie etwa vor dem zweiten Treffer, als Philipp Max und Martin Hinteregger sich behinderten und dem BVB damit erst den nötigen Freiraum schenkten.

Die fünf Änderungen im Vergleich zum Duell mit Real in der Champions League hatten keinen negativen Einfluss auf das Gefüge, mit mehr Konsequenz hätte das Team von Trainer Peter Bosz schon vor der Pause höher führen können, Torjäger Aubameyang ließ in der 32. Minute einen Alleingang mit fast an Arroganz grenzender Leichtfertigkeit ungenutzt, Kagawa (45.+1) scheiterte ebenfalls freistehend.   

Abwehr bleibt Dortmunds Schwäche

Einer der großen Makel bei Dortmund war die Defensivleistung. Es fehlte phasenweise an der Abstimmung, die Räume zwischen Mittelfeld und Abwehr waren wie schon gegen die Königlichen am vergangenen Dienstag zu groß. Augsburg nutzte das vor der Pause zur einen oder anderen guten Situation wie etwa beim 1:1, als Geburtstagskind Max mit einer sehenswerten Flanke Caiuby fand.

Nach dem Wechsel wurde es vor dem Tor von Schlussmann Roman Bürki noch häufiger heikel. Augsburg agierte gestärkt durch die bisherigen Leistungen sehr mutig und hätte durch Caiuby (59.) um ein Haar erneut ausgeglichen. 

Begünstigt wurde die Steigerung des FCA auch durch nachlassende Dortmunder, die nicht mehr mit der gleichen Präzision wie vor der Pause nach vorne spielten. Aubameyang hätte dennoch für klare Verhältnisse sorgen können, lupfte seinen Elfmeter allerdings in die Arme von Hitz.

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