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Lars Stindl (Mitte) beendete mit seinem Treffer Dortmunds Serie ohne Gegentor nach 515 Minuten © Getty Images

Wegen Gladbachs Lars Stindl verpasst der BVB einen Vereinsrekord, stellt aber einen anderen auf. Julian Nagelsmann beschert Hoffenheim den besten Start aller Zeiten.

In der 66. Minute war es dann soweit: Der BVB kassierte gegen Mönchengladbach (Endstand 6:1)  das erste Gegentor der Saison, womit auch die Wahnsinns-Serie von Trainer Peter Bosz nach 515 Minuten ohne Gegentor endete.

Lars Stindl erzielte den Treffer, durch den der Vereinsrekord von sechs Spielen in Folge ohne Gegentor verpasst wurde. Ein anderer wurde dagegen aufgestellt: Mit 16 Punkten und einer positiven Tordifferenz von 18 stand noch nie ein Bundesligist nach sechs Spieltagen besser da.

Die längste Startserie hält damit weiterhin der VfB Stuttgart, der in der Saison 2003/2004 die ersten 780 Minuten ohne Gegentor geblieben war.

Der 6. Spieltag hielt zudem noch weitere interessante Daten parat:

1) Wahnsinnsbilanz für Nagelsmann

Julian Nagelsmann formte die TSG Hoffenheim zu einem echten Spitzenteam. Und warum? Weil es vor allem zuhause läuft wie am Schnürchen: Seit 21 Bundesliga-Heimspielen sind die Kraichgauer nun ungeschlagen (14 Siege, 7 Remis).

Und im Gegensatz zu den dürftigen Europapokal-Auftritten legte die TSG mal eben so ihren besten Start im Oberhaus hin.

Hoffenheim holte in dieser Saison 14 der 18 möglichen Punkte, besser war die TSG noch nie nach sechs Spieltagen.

2) Augsburg stellt Rekord auf

Gleiches gilt auch für Augsburg, das in Stuttgart zu einem torlosen Remis kam.

Der FCA blieb damit zum fünften Mal in Folge ungeschlagen (3 Siege und 2 Remis) und stellte einen neuen Rekord unter Trainer Manuel Baum auf.

Elf Punkte nach sechs Spieltagen sind für den FC Augsburg ebenfalls ein neuer Vereinsrekord. Damit fällt auch nicht ins Gewicht, dass Augsburg keines seiner letzten elf Spiele gegen einen Aufsteiger gewinnen konnte. 

3) Dortmunder Dominanz

Der BVB ist zum sechsten Mal in Folge Tabellenführer. Mindestens drei Punkte vor den Bayern stand der BVB übrigens letztmals am Ende der Meistersaison 2011/12.

In der Bundesliga sind die Borussen seit mittlerweile 41 Spielen ungeschlagen (Ex-Trainer Thomas Tuchel verlor kein einziges Spiel im Signal Iduna Park) und bauten damit den eigenen Rekord weiter auf.

4) VfB wie in der Meistersaison

Irgendwie freuen kann sich auch der VfB Stuttgart. Im Kalenderjahr 2017 sind die Schwaben bei neun Siegen und drei Unentschieden noch ohne Heimniederlage, es die längste Heimserie seit der Meistersaison vor zehn Jahren.

Zudem kassierte der VfB erstmals seit 14 Jahren kein Gegentor in den ersten drei Heimspielen einer Bundesliga-Saison.

5) Bremen wie damals mit Robin Dutt

Schlechter läuft es derzeit bei Werder Bremen, das nach dem torlosen Remis gegen Freiburg auch nach sechs Spieltagen noch auf den ersten Sieg wartet.

Das hatte es zuletzt vor drei Jahren unter Robin Dutt gegeben, der dann am neunten Spieltag entlassen wurde.

6) Sünder Ibisevic zieht mit Boateng gleich

Einen Tag zum Vergessen erlebte auch Herthas Vedad Ibisevic nach seiner kuriosen Roten Karte in der Schlussphase bei der Niederlage gegen Mainz.

Es war bereits der fünfte Platzverweis für den Bosnier, viermal sah Ibisevic dabei glatt Rot. Von den derzeit aktiven Profis kommt kein Spieler auf mehr Rote Karten, Bayerns Jerome Boateng sah auch schon viermal glatt Rot - dazu noch zweimal Gelb-Rot.

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