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Lothar Matthäus glaubt an Julian Nagelsmann als neuen Bayern-Trainer © Getty Images

München - Lothar Matthäus ist überzeugt, dass Julian Nagelsmann neuer Trainer beim FC Bayern wird. Stefan Effenberg dagegen plädiert für Thomas Tuchel, da dies mehr Sinn ergebe.

Lothar Matthäus glaubt an eine Verpflichtung von Trainer Julian Nagelsmann von 1899 Hoffenheim durch Rekordmeister Bayern München als Nachfolger des entlassenen Carlo Ancelotti - sein ehemaliger Teamkollege Stefan Effenberg ist für Thomas Tuchel.

"Drähte werden glühen"

"Ich glaube, dass Nagelsmann ganz oben steht. Er ist der Wunschkandidat von Hoeneß (Präsident Uli Hoeneß, d. Red.)", sagte der 56-Jährige am Samstag bei Sky.

Weiter führte der Ex-Bayern-Kapitän aus: "Die Drähte zwischen Hoffenheim und München werden glühen. Wenn man etwas will, dann will man auch die 1A-Lösung. Bis es dazu kommt, muss man eine Übergangslösung finden. Deswegen glaube ich nicht, dass Thomas Tuchel Trainer beim FC Bayern wird. Das wäre dann wieder eine langfristige Lösung."

Die Trennung von Ancelotti kam für Matthäus "nicht überraschend". Das Tischtuch sei zerschnitten gewesen, so der fünfmalige WM-Teilnehmer: "Dass die Atmosphäre in München nicht gestimmt hat, das weiß man schon seit Wochen. Das war kein Geheimnis in München. Sie sind schlecht in die Saison gestartet."

Effenberg plädiert für Tuchel

Der ehemalige Bayern-Profi Stefan Effenberg dagegen glaubt, dass der Schritt nach München für Nagelsmann noch zu früh ist. "Er sollte sich noch ein, zwei oder drei Jahre in Hoffenheim entwickeln. Er ist auf dem Weg ein großer Trainer bei einem großen Klub zu werden. Aber das wäre in meinen Augen jetzt nicht die richtige Lösung", sagte Effenberg im ZDF-Sportstudio.

Stattdessen plädiert Effenberg für Tuchel: "Das ist eine Lösung, die Sinn macht, weil du auch langfristig planen kannst."

Dass Tuchel in Dortmund wegen Problemen in der Menschenführung entlassen wurde, sieht Effenberg gelassen. "Menschen lernen dazu und ich gehe davon aus, dass Tuchel in dem Punkt dazu gelernt hat, wenn er kommt", sagte der 49-Jährige.

Metzelder bringt Klopp ins Spiel

Auch Sky-Experte Christoph Metzelder hatte die Trennung vom italienischen Fußballlehrer erwartet: "Es hat sich angedeutet. Im Sommer hat Ancelotti nicht die Verstärkungen bekommen, die er sich vorgestellt hatte. Er hat Philipp Lahm und Xabi Alonso verloren und nicht ersetzt bekommen. Dann hat er es provoziert mit seiner Rotation. Die Aufstellung am Mittwoch war eine reine Provokation."

Metzelder glaubt, dass Liverpool-Teammanager Jürgen Klopp "direkt bereit" wäre zum FC Bayern zu kommen. Dieser sei ein totaler Menschenfänger und "könnte das komplizierte Machtverhältnis wunderbar moderieren. Nagelsmann ist ein herausragendes Trainertalent, aber der FC Bayern hat natürlich eine andere Größe", betonte der Vize-Weltmeister von 2002.

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