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Toni Kroos von Real Madrid
Toni Kroos wechselte 2014 vom FC Bayern zu Real Madrid © Getty Images

München - Vor drei Jahren wechselte Toni Kroos von den Bayern zu Real Madrid. Ex-Kollege Stefan Reinartz erklärt, wie Karl-Heinz Rummenigge den Nationalspieler aus München vergraulte.

Toni Kroos ist derzeit der erfolgreichste deutsche Fußball-Profi. Mit Real Madrid reiht er einen Triumph an den anderen.

Dabei könnte der gebürtige Greifswalder noch immer beim FC Bayern spielen, wenn die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung 2014 nicht gescheitert wären.

Nun erklärt Stefan Reinartz, warum genau Kroos vom Rekordmeister zu den "Königlichen" wechselte.

Klub-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte ihm die geforderte Gehaltserhöhung nicht genehmigt - mit der Begründung, er sei kein Weltklasse-Spieler.

Reinartz: Bayern lehnte Kroos' Forderung ab 

"Toni ist ein Freund von mir. Ich kenne die ganze Geschichte", wird Reinartz im Bleacher Report zitiert.

"Toni ging es nicht um Geld allein. Er braucht das Vertrauen von anderen Spielern. Er wusste, dass er ein Weltklasse-Spieler war", sagte Reinartz, der eine Saison lang zusammen mit Kroos bei Bayer Leverkusen spielte.

"Aber Karl-Heinz Rummenigge sagte zu Toni: Wir zahlen Dir nicht mehr als zehn Millionen Euro, denn Du bist kein Weltklasse-Spieler. Das war der entscheidende Punkt."

Guardiola reagierte verärgert 

Rummenigge vergraulte nicht nur Kroos, er verärgerte damals auch Pep Guardiola. Der Trainer hatte Kroos zu diesem Zeitpunkt ein Jahr trainiert und wollte mit ihm unbedingt weiterarbeiten.

"Guardiola hat alles probiert. Er ist schier verrückt geworden, als die Bayern Kroos' Vertrag nicht verlängerten. Aber es war wegen des Machtworts von Rummenigge nicht möglich. Es war ein No-Go", so Reinartz.

Seitdem wurde Kroos zwei Mal Champions-League-Sieger mit Real Madrid. Die Bayern warten seit 2013 auf einen Triumph in der Königsklasse.

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