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München - Sven Ulreich erklärt bei SPORT1, wie lange er Manuel Neuer voraussichtlich noch im Tor des FC Bayern vertreten wird und spricht über seine ungeklärte Zukunft.

Für Uli Hoeneß ist er Bayerns "Mann des Jahres", von den Münchner Fans wurde er immerhin zuletzt zweimal zum "Spieler des Monats" gewählt.

Und so wie es aussieht, hat Sven Ulreich noch mindestens zweimal die Chance auf diese Auszeichnung.

Denn nach jetzigem Stand wird Manuel Neuer nach den Komplikationen bei der Ausheilung seines Mittelfußbruchs frühestens im März ins Bayern-Tor zurückkehren.

Immerhin aber steht der Nationaltorwart endlich wiederauf eigenen Beinen, wie Ulreich im Gespräch mit SPORT1 verriet.

"Manuel läuft ohne Krücken"

"Manuel läuft ohne Krücken und wird jetzt die Belastung peu a peu steigern", bestätigte der nominelle Ersatzmann, der den Kapitän durch seine starken Leistungen seit der Rückkehr von Jupp Heynckes fast hat vergessen lassen.

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Zwar gab es schon Ende des Jahres ein Bild von Neuer auf einem so genannten Alter-G-Laufband ohne seine Gehhilfen. Doch das war nur möglich, weil dieses moderne Reha-Gerät das Körpergewicht und somit auch die Belastung deutlich reduziert.

Ansonsten brauchte der FCB-Kapitän weiter "meine beiden Freunde", wie er die Krücken sarkastisch genannt hatte – erst jetzt ist er sie endlich los. Dementsprechend hoffen die Verantwortlichen, dass nun der zweite Teil der ursprünglichen Prognose aufgeht.

Die sah laut seines Operateurs Professor Ulrich Stöckle eine Reha-Zeit von sechs Wochen nach dem Zusammenwachsen des Mittelfußes vor, in diesem Fall wäre Neuer Ende Februar wieder einsatzbereit. Das ist auch der aktuelle Kenntnisstand seines Stellvertreters im Tor.

"Es wird natürlich auch noch zwei, drei Wochen dauern, bis er dann wirklich wieder auf dem Platz richtig trainieren kann. Aber ich spiele, solange ich spielen darf, bis Manuel wieder fit ist", sagte Ulreich SPORT1.

Ulreich gegen Besiktas im Tor

Damit ist auch klar, dass der 29-Jährige zumindest das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Besiktas Istanbul bestreiten wird. "Ich gehe auch davon aus, dass das erste Spiel noch nicht geht bei Manuel. Und dann schauen wir mal, wann er dann zurück kommt", erklärte er.

Gut möglich, dass der Ex-Stuttgarter auch im Rückspiel am 14. März in Istanbul noch im Tor stehen wird, da Neuer auf gar keinen Fall einen möglicherweise Karriere gefährdenden vierten Mittelfußbruch in Folge riskieren will. Danach aber droht Ulreich wieder die Ersatzbank.

Und spätestens dann wird er die Frage beantworten müssen, ob er das zu erwartende Angebot zur Vertragsverlängerung in München annimmt oder noch einmal die Herausforderung als Nummer 1 woanders sucht.

Für einige Bundesligisten interessant

Das Ausland reizt den im Sommer ablösefreien Ulreich nicht, aber auch in der Bundesliga könnte er für Klubs wie Frankfurt, Hamburg oder Wolfsburg interessant sein. Vielleicht melden sich sogar Topteams wie Dortmund oder Leverkusen, falls Bernd Leno Bayer verlässt.

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"Es gibt für mich noch keine Entscheidung und auch keine Tendenz", sagte Ulreich SPORT1:

"Ich konzentriere mich jetzt auf die nächsten Spiele, bis Manuel wieder da ist und dann schauen wir weiter. Wir sprechen mit Bayern im Frühjahr und schauen dann, wie es von Bayern-Seite ist. Und dann schaue ich mir an, was ich machen möchte und was für mich gut ist."

Zunächst einmal will er genau da weitermachen, "wo ich 2017 aufgehört habe". Ulreichs Fokus liegt voll auf der schweren Aufgabe in Leverkusen, wo die Münchner seit fast fünf Jahren nicht mehr gewinnen konnten. Trotzdem freut sich der Keeper auf den Rückrundenauftakt am Freitag:

"Es ist immer schön, wenn man direkt einen guten Gegner zum Anfang hat. Dann ist man von Anfang an auch voll da. Ich denke, wir sind gut gerüstet."

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