Skandalstürmer Luis Suarez darf nach seinem Biss-Skandal bei der WM zum ersten Mal für den FC Barcelona in der Champions League ran - ausgerechnet bei Ajax Amsterdam (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER).

Der niederländische Rekordmeister ist nicht nur Ex-Klub von Suarez, bei Ajax startete der Stürmer aus Uruguay auch seine Karriere als Beißer.

Am 20. November 2010 spielte der damals 23-Jährige mit Amsterdam gegen den Rivalen PSV Eindhoven. Nach einer Roten Karte in der Schlussphase kommt es zu einer Rudelbildung - und Suarez beißt zu.

Es ist das Ende seiner Zeit in den Niederlanden. Der damalige Kapitän wird für sieben Spiele gesperrt und wechselt noch innerhalb dieser Zeit zum FC Liverpool.

Zwei Bisse in vier Jahren gegen Branislav Ivanovic (Chelsea, 2013) und Giorgio Chiellini (Italien, 2014) später schließt sich für Suarez in Amsterdam in gewisser Weise der Kreis.

Bei Ajax freut man sich auf den Heimkehrer. "Schön das Luis Suarez wieder zurück ist und dass sein erstes Champions-League-Spiel für Barca hier in der Amsterdam Arena stattfindet, in seiner alten Heimat. Es muss eine emotionale Erfahrung für ihn sein", meint Amsterdams Trainer Frank de Boer.

Der Niederländer hält große Stücke auf den Stürmer: "Er hat schon hier bei Ajax gezeigt, dass er ein harter Arbeiter, Fighter und Goalgetter ist und außerdem jemand, der sich gegenüber Fans und Team sehr anständig verhält."

Selbst Carlo Ancelotti von Erzrivale Real Madrid stützt den "Beißer": "Ich respektiere ihn sehr. Er ist ein fantastischer Spieler und hat schon viele Tore geschossen. Es ist eine sehr gute Neuigkeit für den Fußball, dass Suarez wieder spielen darf."

Zwei Spiele durfte Suarez nach seiner Sperre bisher für Barca absolvieren, die Bilanz ist durchwachsen: Zwei Spiele, zwei Niederlage, kein Tor. "Das Spiel gegen Ajax ist das wichtigste im Moment", sagt Suarez daher.

In der wichtigen Partie für Barca dürfte auch Torhüter Marc-Andre ter Stegen wieder zum Einsatz kommen.

Nach der Niederlage im Clasico beim Erzrivalen Real Madrid (1:3) verlor das Team völlig überraschend am vergangenen Wochenende vor eigenem Publikum gegen Celta Vigo (0:1). Zum ersten Mal seit 73 Jahren. Eine weitere Niederlage in den Niederlanden könnte die Lage bei den Katalanen deutlich verschärfen.

Mit einem Sieg hingegen wären die Wogen erst einmal geglättet, die aufkeimende Kritik am neuen Trainer Luis Enrique würde verstummen. S

ollte Paris im anderen Gruppenspiel gegen APOEL Nikosia ebenfalls erfolgreich sein, wäre Barca bei einem Dreier die Qualifikation fürs Champions-League-Achtelfinale nicht mehr zu nehmen.

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