Video

Leverkusen - Nach dem Absturz auf Platz sechs in der Bundesliga steht Bayer Leverkusen im Achtelfinale gegen Vorjahresfinalist Atletico Madrid unter Druck. Völler stützt Trainer Schmidt.

Für Roger Schmidt und Bayer Leverkusen beginnt am Mittwoch die Woche der Wahrheit.

Erst Atletico Madrid in der Champions League (ab 20.15 Uhr LIVE im Sportradio auf SPORT1.fm und im LIVETICKER), dann der SC Freiburg in der Bundesliga und der 1. FC Kaiserslautern im DFB-Pokal.

Beim Tanz auf drei Hochzeiten stehen für Leverkusens unter Druck geratenen Trainer richtungweisende Spiele auf dem Programm.

Internationales Geschäft in Gefahr

Denn sollte der Abwärtstrend unter Schmidt anhalten, dürfte auch die Rückendeckung aus der Bayer-Chefetage von Rudi Völler und Michael Schade bröckeln.

"Natürlich habe ich Sorge um die europäische Qualifikation", sagte Völler, nachdem die Werkself im neuen Jahr nur eins von fünf Spielen gewann und in der Meisterschaft vom dritten auf den sechsten Platz abgestürzt ist.

Völler spricht Schmidt "totales Vertrauen" aus

Vor dem Achtelfinal-Hinspiel am Mittwoch gegen Vorjahresfinalist Atletico Madrid will Völler aber von einer Trainerdiskussion (noch) nichts wissen.

Rudi Völler-Hamburger SV-Bayer 04 Leverkusen-Bundesliga
Rudi Völler stärkt seinem Trainer Roger Schmidt den Rücken. © Getty

"Wir haben totales Vertrauen in den Kader und vor allem auch in den Trainer. Dass wir Roger Schmidt geholt haben, hat ja auch Gründe gehabt. Weil wir ein Konzept haben, um mit diesem Trainer unsere Ziele zu erreichen", sagte der Weltmeister von 1990 bei Sky.

Doch sollte dieses Konzept nicht aufgehen, könnte es Schmidt ähnlich wie seinem Vorgänger Sami Hyypiä ergehen, der im April vergangenen Jahres vorzeitig seine Koffer packen musste, nachdem die Saisonziele außer Reichweite schienen.

Solch ein Szenario schließt Völler aber diesmal aus: "Das sind drei Heimspiele, die wir gewinnen wollen. Und das geht."

Schmidt warnt vor Mandzukic

Dass vor allem das Duell mit Atletico einer Herkulesaufgabe gleicht, weiß aber auch Schmidt.

"Wir sind zwar Außenseiter, aber nicht chancenlos", sagte Schmidt auf der Pressekonferenz am Dienstag und versprühte leichten Optimismus: "Wir müssen die Chance, die wir haben, so groß wie möglich machen durch ein perfektes Spiel."

Für das Rückspiel am 17. März in der spanischen Hauptstadt will Schmidt unter dem Bayer-Kreuz eine solide Basis legen.

Der 47-Jährige warnte insbesondere vor den Qualitäten des früheren Bundesligastümers Mario Mandzukic. "Er ist ein spezieller Stürmer, der sehr körperlich spielt. Gerade bei Flanken ist er natürlich sehr gut. Das müssen wir gut und aufmerksam verteidigen."

Trio fehlt

Gegen den Tabellendritten der spanischen Primera Division mit Heimkehrer Fernando Torres und Mandzukic im Angriff muss der 04-Trainer allerdings auf den gesperrten Abwehrchef Ömer Toprak sowie Lars Bender und Tin Jedvaj verzichten.

Unabhängig vom Personal will Bayer sich aber erstmals in einem Achtelfinal-Duell in der Königsklasse durchsetzen. Dieses Vorhaben ging bislang dreimal gründlich schief.

Im vergangenen Jahr verspielte Bayer durch ein 0:4 im Hinspiel gegen Paris St. Germain (Rückspiel 1:2) das Viertelfinale, in der Saison 2011/12 verlor Leverkusen gegen den FC Barcelona 1:3 und auswärts 1:7.

Und in der Spielzeit 2004/05 war es gegen den FC Liverpool (je 1:3) nur unwesentlich besser. 

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Leverkusen: Leno - Castro, Spahic, Papadopoulos, Wendell - Reinartz, Rolfes - Bellarabi, Calhanoglu, Son - Drmic. - Trainer: Schmidt

Madrid: Moya - Juanfran, Miranda, Godin, Siqueira - Arda Turan, Gabi, Mario Suarez, Raul Garcia - Mandzukic, Griezmann. - Trainer: Simeone

Schiedsrichter: Pavel Kralovec (Tschechien)

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel