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Karl Hopfner ist seit Mai 2014 Präsident des FC Bayern
Karl Hopfner wurde im Mai 2014 zum Präsident des FC Bayern gewählt © Getty Images

München - Präsident Karl Hopfner ist überzeugt, dass auf den FC Bayern bei Schachtjor Donezk viel Arbeit zukommt. Die Fahrt in die kriselnde Ukraine tritt er mit einem "mulmigen Gefühl" an.

Karl Hopfner, Präsident des FC Bayern, hat vor dem Champions-League-Achtelfinalhinspiel bei Schachtjor Donezk (Di., ab 20 Uhr Uhr im LIVETICKER u. Sportradio SPORT1.fm) davor gewarnt, die Ukrainer zu unterschätzen.

"Wenn man diese internationale Auswahl an Spielern von Donezk anschaut, kann man nicht erwarten, dass wir dort im Vorbeigehen gewinnen", sagte Hopfner kurz vor dem Abflug in die Ukraine. "Ich bin mir sicher, dass das hochspannende Spiele werden - sowohl jetzt in Lemberg als auch dann in München."

Auf die Reise in die Ukraine begab sich auch Xabi Alonso, der beim 8:0-Heimsieg gegen den Hamburger SV noch angeschlagen mit Oberschenkelproblemen pausiert hatte.

Die Ukrainer spielen aufgrund der politischen Krise in ihrer Heimatstadt in Lwiw, zirka 1000 Kilometer von Donezk entfernt.  Auch das macht das Champions-League-Achtelfinale für den FC Bayern speziell ebenso wie die Unruhen in der Ostukraine. Erst vergangene Woche wurde zwischen den prorussischen Rebellen und der Regierung in Kiew ein Waffenstillstand vereinbart.

"Auch wenn in Lemberg gespielt wird, also doch einige Kilometer vom Krisengebiet entfernt, haben wir schon ein etwas mulmiges Gefühl. Das möchte ich gar nicht abstreiten", sagte Hopfner hierzu.

"Es wäre gut, wenn wir den Leuten dort helfen und über den Fußball vielleicht ein bisschen Spaß zurückbringen könnten."

Die Münchner leisten zudem humanitäre Hilfe. Der FC Bayern Hilfe e.V. übernimmt mit einer Spende die Kosten für  Krankenhaus und Medikamente, um 30 Kindern Operationen zu ermöglichen.

Zudem äußerte sich der Boss des FC Bayern auch zur Aussage von Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, dass der BVB sympathischer sei als die Münchner.

"Die Meinung kann er ruhig haben", erklärte Hopfner gelassen auf SPORT1-Nachfrage. "Ich denke, dazu ist alles gesagt worden. Deswegen will ich da jetzt auch nichts mehr hinzugeben."

Auch Karl-Heinz Rummenigge wollte nicht näher auf die Spitze durch den Erzrivalen eingehen. "Da bin ich ja jetzt wieder etwas schlauer", spottete Bayerns Vorstandschef mit Blick auf die angeblichen Sympathiewerte: "Aber Watzke interessiert mich im Moment nicht. Wir konzentrieren uns auf Lemberg."

Zur Begegnung in der Ukraine erklärte er: "Du musst jedes Spiel mit Respekt und großer Konzentration angehen. Wir wollen ein Ergebnis erzielen, das uns das Tor zum Viertelfinale öffnet. Wir werden den Gegner sicher nicht unterschätzen. Das ist ein Kader, gespickt mit zahlreichen Brasilianern und einem sehr ausgeschlafenen Trainer."

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