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München - Die Kugeln sind gezogen. Der FC Bayern erwischt mit Porto einen vermeintlich leichten Gegner. Zwei Kracher-Partien wird es zudem im Viertelfinale geben. SPORT1 liefert alles Wissenswerte zur Champions League.

Kein Real Madrid, kein FC Barcelona, sondern "nur" der FC Porto: Für Bayern München hätte es im Viertelfinale der Champions League viel schlimmer kommen können.

"Es gibt unangenehmere Gegner. Wir sind der FC Bayern, eins ist klar: Wir wollen ins Halbfinale", sagte Kapitän Philipp Lahm im Brustton der
Überzeugung.  Alle Infos dazu im SPORT1-Blog.

Eine Etage tiefer freut sich VfL Wolfsburg nach dem erfolgreichen Achtelfinale in der Europa League gegen Inter Mailand auf den nächsten Hochkaräter aus Italien: Der SSC Neapel (16. und 23. April) ist für den einzig im Wettbewerb noch verbliebenen Bundesligisten ein attraktives, aber auch machbares Los.

"Bangemachen gilt nicht", sagte VfL-Manager Klaus Allofs bei Sky. Wolfsburg hat im Hinspiel Heimrecht.

 Angst ist für die Bayern ohnehin ein Fremdwort.

Längst haben die Portugiesen, gegen die die Münchner im Finale des Landesmeister-Wettbewerbs 1987 eine der bittersten Niederlagen (1:2) der Vereinsgeschichte erlebten, ihren Schrecken für den deutschen Fußball-Rekordmeister verloren.

Das Team von Trainer Pep Guardiola, das die Auslosung am Freitagmittag an der Säbener Straße gemeinsam verfolgte, ist in den Duellen am 15. und 21. April klarer Favorit.

Zumal die Bayern, die in den vergangenen fünf Jahren dreimal das Finale der Champions League erreicht haben und es 2013 gewannen, im Hinspiel auch noch auswärts antreten dürfen.

Dennoch trat Sportvorstand Matthias Sammer mal wieder als Mahner auf. "Wenn du bei der Auslosung schon anfängst zu rechnen, kann das Ergebnis auf dem Spielfeld anders ausgehen.

Man darf nicht meinen: Ach, das geht schon irgendwie. Auch 1987 war Bayern der Favorit", sagte Sammer.

Sammer fordert Demut

Porto, das sich im Achtelfinale klar gegen Basel (1:1/4:0) durchsetzte, habe in dieser Champions-League-Saison noch kein Spiel verloren, erinnerte Sammer. Deshalb müsse der FC Bayern "mit Bescheidenheit und Demut", natürlich aber auch "mit Selbstbewusstsein" ins Spiel gehen.

Es werde keine "leichte Geschichte", betonte der Sportvorstand: "Das ist die Botschaft, alles andere ist Blödsinn."

Die Mahnungen sind wohl begründet: Porto ist seit Jahren Stammgast in der Champions League, auch wenn es diesmal den Umweg über die Play-offs gehen musste.

Trainiert werden die Portugiesen, die das Endspiel der Königsklasse 2004 in Gelsenkirchen unter Anleitung von Trainer Jose Mourinho gegen AS Monaco gewannen (3:0), von Julen Lopetegui.

Die Begegnungen im Viertelfinale im Überblick © SPORT1

Der Spanier spielte einst gemeinsam mit Guardiola beim FC Barcelona.  

Talentschmiede Porto

Porto ist bekannt dafür, ein gutes Auge für Talente zu besitzen. Seit Jahren verliert der Klub namhafte Spieler, fängt den Qualitätsverlust aber regelmäßig auf.

Aktuell sind Linksverteidiger Alex Sandro (24), Rechtsverteidiger Danilo (23) oder Linksaußen Cristian Tello (23) die kommenden Stars.

Herausragender Akteur ist der kolumbianische Mittelstürmer Jackson Martinez (28).

Weltmeister Thomas Müller behauptete nach der Auslosung, "dass es hätte schlimmer kommen können." Allerdings betonte er auch, dass es im Viertelfinale der Königsklasse keinen Gegner gebe, "gegen den du am Sonntagfrüh spielen kannst, wenn du am Samstag nicht ausgeschlafen hast".

In der Champions League gab es bislang nur ein Duell zwischen Porto und dem FC Bayern: 1999/2000 setzten sich die Münchner im Viertelfinale (1:1/2:1) durch.

In Erinnerung ist aber vor allem das Finale 1987, das durch das legendäre Hackentor von Rabah Madjer unvergessen ist.

Dagegen denkt Manuel Neuer "sehr gerne" an den FC Porto, der erstmals seit sechs Jahren wieder das Viertelfinale in der Königsklasse erreicht hat.

2008 war der Nationaltorhüter mit Schalke im Achtelfinale weitergekommen. Neuer hatte im Elfmeterschießen zweimal pariert und war zum Helden avanciert.

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Das Viertelfinale im Überblick:

Hinspiele, 14. April:

Atletico Madrid - Real Madrid
Juventus Turin - AS Monaco
    
Hinspiele, 15. April:
 

FC Porto - Bayern München
Paris St. Germain - FC Barcelona

Rückspiele, 21. April:

Bayern München - FC Porto
FC Barcelona - Paris St. Germain
    
Rückspiele, 22. April:

Real Madrid - Atletico Madrid
AS Monaco - Juventus Turin

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