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Pressestimmen zu Real Madrid gegen FC Schalke 04
Die internationale Presse geht mit Real nach der Niederlage gegen Schalke hart ins Gericht © SPORT1

München - Real Madrid kommt gegen Schalke mit einem blauen Auge davon. Die Stars der Königlichen bekommen ihr Fett weg, Schalkes Außenseiter ernten großes Lob. Die internationalen Pressestimmen.

Der FC Schalke 04 hat in der Champions League bei Real Madrid das Wunder knapp verfehlt. Nach dem 0:2 in Gelsenkirchen fehlte den Königsblauen im Rückspiel im Estadio Santiago Bernabeu beim 4:3 nur ein Treffer zum Weiterkommen.

Die Königlichen kamen mit einem blauen Auge davon. Die spanische Presse geht auf ihren Online-Seiten mit Real hart ins Gericht. Auch englische und italienische Medien lassen kaum ein gutes Haar am Titelverteidiger. Nur Cristiano Ronaldo, der mit seinem Doppelpack in der ewigen Torschützenliste mit Lionel Messi gleichzieht, wird gelobt.

SPORT1 fasst die internationalen Pressestimmen zur Champions League zusammen.

SPANIEN

AS: "Panik, Zoff, Viertelfinale. Real zieht mit Schamesröte ins Viertelfinale ein. Für Madrid war die Wahrscheinlichkeit des Ausscheidens vor dem Rückspiel in etwa so groß, wie die, von einem Klavier erschlagen zu werden. Wer das Spiel nicht gesehen hat, wird sich nicht vorstellen können, wie nahe die Tasten den Köpfen der Spieler kamen, wie nahe der Resonanzkörper und die Pedale."

Marca: "Was für ein Grauen! Ein Viertelfinaleinzug der Schande. Real berührt gegen Schalke den Abgrund. Madrid verharrt im Schockzustand. Das Bernabeu erlebt einen Albtraum, aus dem es in Angstschweiß gebadet, aber mit beiden Beinen im Viertelfinale erwacht. Über weite Strecken des Spiels war ernsthaft zu befürchten, dass das Gegenteil passiert."

Sport: "Ein Madrid der Qualen. Real in der Krise und am Rande des K.o.! Dem Bernabeu reicht es. Die Zuschauer zeigen ihre Empörung mit Pfiffen und Pfui-Rufen. Schalke war auf den Punkt da, um die Überraschung des Jahres perfekt zu machen. Am Ende fehlt ein Tor, um ein grausiges Real Madrid aus dem Wettbewerb zu werfen."

El Mundo: "Begrenztes Leid im Bernabeu. Real Chaos. Das schwächste Real Madrid der Saison schleppt sich mit dem Tode ringend ins Viertelfinale. Casillas, negativer Hauptdarsteller zu Beginn, wird am Ende zum Schlüssel. Huntelaar trifft per Doppelpack und zaubert einen Ball in den Winkel. Der junge Sane glänzt."

Mundo Deportivo: "Madrid vermeidet die Tragödie, aber nicht den Ärger des überdrüssigen Bernabeu. Die Weißen sind weiter im Abwärtstrend und zeigen keinerlei Zeichen der Besserung. Das ist eine Mannschaft, der fußballerisches Vermögen und die nötige Einstellung fehlt, vor allem die nötige Einstellung."

ABC: "Ohne Selbstvertrauen und körperlich am Ende. Madrid verharrt in einem kritischen Zustand. Das Pfeifkonzert, das sich die Madrilenen abholen, ist denkwürdig."

Superdeporte: "Real am Rande der Lächerlichkeit. Ein mitleiderregendes Spiel von Real gegen einen läuferisch starken Gegner. Schalke steht kurz vor der großen Heldentat im Bernabeu, ganz kurz vor dem Wunder. Man sah die Instabilität von Real in allen Belangen. Fuchs macht das Spiel seines Lebens."

ENGLAND

Mirror: "Ancelotti verteidigt seine Bernabeu-Heulsusen. Real wird mit einem gellenden Pfeifkonzert und geschwenkten Taschentüchern verabschiedet. Ancelotti fordert seine Spieler auf, den Unmut der Zuschauer als Motivation für die bevorstehenden Wochen zu nutzen."

Daily Mail: "Ronaldo holt Messi mit Doppelpack im Bernabeu in der ewigen Torschützenliste ein - aber der Superstar war alles andere als glücklich nach der beschämenden Niederlage."

The Telegraph: "Ronaldo trifft doppelt - Titelverteidiger zwängt sich durch. Die Gastgeber kommen mit dem Schrecken davon und verlieren nach zwei Toren von Klaas-Jan Huntelaar verdientermaßen."

The Guardian: "Totgeglaubte Schalker bringen Real ins Schwitzen. Schalke beendet Madrids Heimserie von zehn Siegen in Folge, die Mission Titelverteidigung geht aber weiter. Wenn Real so weiter spielt, dürfte sich das bald erledigt haben. Cristiano Ronaldo verlässt kopfschüttelnd den Platz. Es war ein verrücktes Spiel."

FRANKREICH

L'Equipe: "Real kommt mit Schmerzen weiter. Trotz einer Niederlage gegen eine aufmüpfige und enthusiastische Schalker Mannschaft qualifiziert sich Real Madrid fürs Viertelfinale. Der Vorteil, wenn man nichts zu verlieren hat, ist der, dass man sich komplett entspannen kann. Die Schalker Spieler hatten das verstanden und bereiteten Real Madrid im Bernabeu ein Martyrium."

Le Monde: "Real Madrid qualifiziert sich mit Ach und Krach fürs Viertelfinale. Cristiano Ronaldo, Torschütze zweier Ausgleichstreffer in Folge, verhindert das Schlimmste für Real. Aber die Gesamtvorstellung war so schlecht, dass das Bernabeu das Ende des Spiels mit einem lautstarken Pfeifkonzert begleitete."

ITALIEN

La Gazzetta dello Sport: "Real erreicht sein Ziel, hat aber wenig Lust zu feiern nach einem Abend voller Schauern. Was ein entspannter Abend werden sollte, erwies sich bald als tückische Falle für ein plumpes, langsames und benommenes Real. Am Ende setzte sich Madrid durch, aber es verließ den Rasen unter den Pfiffen des Bernabeu."

SCHWEIZ

Blick: "Es ist ein unglaubliches Spiel, das die gut 80.000 Zuschauer im Bernabeu zu sehen bekommen! Am Ende sollte es aber nicht reichen, die fünf übrigen Minuten sind zu wenig für ein fünftes (!) Tor im Bernabeu. Schalke scheidet aus. Real kommt mit einem mächtig blauen Auge davon."

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