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München - Im Rückspiel gegen den FC Barcelona muss Bayern-Kapitän Philipp Lahm auf ungewohnter Position ran. Der Plan ging nicht auf, wie der Blick in die Daten zeigt.

Weltbekannt wurde Philipp Lahm als Außenverteidiger.

Pep Guardiola beorderte den damaligen Nationalmannschaftskapitän 2013 ins defensive Mittelfeld des FC Bayern.

Auch dort überragte Lahm, wurde mit seiner Spielintelligenz in der Double-Saison zum Denker und Lenker.

Im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Barcelona ging es für Lahm noch eine Station weiter nach vorne. Wie schon im Viertelfinale gegen den FC Porto gab er den Rechtsaußen.

Wie die Zahlen belegen, war diese Idee von Guardiola diesmal nicht von Erfolg gekrönt.

Hatte Lahm als Außenverteidiger und Sechser meistens etwa 100 Ballkontakte während eines Spiels, waren es beim 3:2 im Rückspiel gegen Barca magere 35.

Kein einziger Feldspieler des FCB in der Startelf hatte weniger. Lahm spielte lediglich 29 Pässe und gab zwei Flanken. Zu den 19 Torschüssen der Bayern gab der Ur-Bayer nur eine Vorlage. Schüsse selbst konnte er wie auch im Hinspiel keine verbuchen.

Noch erstaunlicher ist eine andere Zahl: Lahm, der die Fußballwelt seit Jahren mit seinen messerscharf getimeten Tacklings beeindruckt, ging im Rückspiel in lediglich vier Zweikämpfe. Nur einen davon konnte er für sich entscheiden.

Letztlich war der Kapitän der Bayern, der nach seiner langen Verletzungspause noch nicht wieder vollständig fit ist, auf seiner Position am Mittwoch verloren.

Bittere Randnotiz: Die beiden Tore des FC Barcelona fielen durch Neymar, der die linke Angriffsseite der Katalanen entlang raste. Was der Rechtsverteidiger Philipp Lahm da wohl hätte ausrichten können?

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