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Nicht nur wegen Barcas Champions-League-Triumphs bleibt die Primera Division Maß aller Dinge. Die Bundesliga kann sich den Marktführer zum Vorbild nehmen. Der SPORT1-Kommentar.

Was für ein Finale!

Das Champions-League-Endspiel zwischen dem FC Barcelona und Juventus Turin war Anschauungsunterricht in Sachen Weltklasse-Fußball – auch für die in Berlin auf der Tribüne versammelten Vertreter von DFB und Bundesliga.

Deutlich wurde einmal mehr, dass die Primera Divison weiterhin das Maß aller Dinge ist. Wie schon im Vorjahr mit Real Madrid und dem FC Sevilla gehen auch diesmal mit Barca und erneut Sevilla alle Titel auf die iberische Halbinsel.

Doch die Dominanz ist keine Ausnahme, sondern zur Regel geworden: Seit 2000 haben spanische Klubs 23 von 48 möglichen Pokalen gewonnen: Sieben Mal die Champions League, sieben Mal den UEFA Cup bzw. die Europa League und neun Mal den europäischen Supercup.

Weit abgeschlagen folgt die Premier League mit sieben sowie die Serie A mit fünf Titeln. Und die Bundesliga?

Mit gerade mal drei Titeln gleichauf mit Russland und Portugal. Und alle wurden allein vom FC Bayern geholt, ansonsten gelang lediglich Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und Werder Bremen in diesem Jahrtausend der Sprung in ein Endspiel.

Statistisch ist die Weltmeisterliga jedenfalls ungeachtet des deutschen Champions-League-Finales von 2013 meilenweit von der Primera Divison entfernt. Spanische Verhältnisse, vor denen Uli Hoeneß einst warnte, hätte man hierzulande gerne.

Nicht nur, weil im Gegensatz zum ewigen Duell zwischen Barcelona und Real Madrid in Deutschland seit drei Jahren ein Herausforderer des FC Bayern schmerzlich vermisst wird.

Sondern auch, weil sich hinter Katalanen und Königlichen gleich mehrere Klubs in der dortigen Ligaspitze etabliert haben.

Auf den Rängen drei bis fünf weisen Vorjahresmeister und Champions-League-Finalist Atletico Madrid, der FC Valencia und Europa-League-Gewinner FC Sevilla alle einen vergleichbaren Punktestand auf wie der deutsche Vizemeister VfL Wolfsburg.

Konkurrenz steigert also offensichtlich die Qualität - spanische Verhältnisse würden der Bundesliga guttun.

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