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Bastian Schweinsteiger (l.) überragt bei Manchester United
Bastian Schweinsteiger (l.) überragt bei Manchester United © Getty Images

München - Der 31-Jährige ist bei Manchester Uniteds Sieg über den VfL Wolfsburg der beste Mann. Raffael erlebt einen gebrauchten Tag, Cristiano Ronaldo schreibt Geschichte. Die Daten.

Louis van Gaal war nicht so zufrieden mit Bastian Schweinsteiger.

"Heute hat er nicht so gut gespielt", befand der Trainer von Manchester United nach dem 2:1 (1:1) über den VfL Wolfsburg am 2. Spieltag der Champions League. Wie er zu der Ansicht kommt: eher rätselhaft: Bis zu seiner Auswechslung in der 72. Minute war Schweinsteiger einer der Besten bei den Red Devils, auch die Statistiken widersprechen dem früheren Bayern-Trainer.

Schweinsteiger hatte nicht nur die meisten Ballkontakte aller Spieler auf dem Platz (69), sondern auch noch drei Torschüsse abgegeben. Die Passquote (80 Prozent) und die Zweikampfbilanz (67 Prozent gewonnen) des Mittelfeldmotors konnten sich ebenfalls sehen lassen.

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Caligiuri zwischen Himmel und Hölle

Dabei hatte Daniel Caligiuri den Wölfen mit seinem ersten Treffer in der Champions League zunächst zu einem Blitzstart verholfen.

Der Flügelflitzer traf schon in der 5. Minute mit dem allerersten Torschuss der Partie zur Führung für den DFB-Pokalsieger. Für den 27-Jährigen war es erst sein vierter Ballkontakt - doch der saß sofort.

In der 33. Minute verschuldete er allerdings auch noch einen Handelfmeter, den Juan Mata sicher zum 1:1-Pausenstand verwandelte (34.).

Dost ohne Durchschlagskraft

Gegen insgesamt zu harmlose Gäste staubte Chris Smalling nach dem Seitenwechsel zum nicht unverdienten Siegtreffer für den englischen Rekordmeister ab (53.).

Bezeichnend für die mangelnde Durchschlagskraft der Niedersachsen war die miserable Leistung von Torjäger Bas Dost, der nach 70 Minuten für Nicklas Bendtner weichen musste.

Bis dahin hatte der Niederländer die wenigsten Ballkontakte (23) und gewonnenen Zweikämpfe (33 Prozent) seines Teams - und keinen einzigen Torschuss abgegeben.

Fleißiger Raffael ohne Fortune

Borussia Mönchengladbach verpasste gegen Manchester City nach einigen Schwierigkeiten zu Spielbeginn ebenfalls eine Sensation und musste sich mit 1:2 (0:0) geschlagen geben.

Wenngleich Englands Vizemeister von Beginn an mehr Ballbesitz hatte (insgesamt 62 Prozent) und am Ende auch die Torschussstatistik deutlich anführte (26:13), vergab Raffael in der 20. Minute per Foulelfmeter die große Chance zur Führung für die Fohlen.

Der brasilianische Stürmer bemühte sich danach, seinen Fehlschuss wieder gutzumachen und gab von allen Spielern seiner Mannschaft die meisten Schüsse ab (fünf), blieb aber glücklos.

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De Bruyne mit Licht und Schatten

Dafür erzielte Lars Stindl gleich mit seinem ersten und einzigen Torschuss den ersten Treffer der Klubgeschichte in der Königsklasse (54.).

Doch die Gäste schlugen in der 65. Minute durch Nicolas Otamendi zurück. Ein Eckball von Neuzugang Kevin De Bruyne war dem Ausgleichstor des Argentiniers vorausgegangen.

Der belgische Mittelfeldstar war an neun Torschüssen beteiligt (drei Schüsse, sechs Vorlagen), gewann aber nur schwache 32 Prozent seiner Zweikämpfe. Ein Strafstoß von Sergio Agüero sorgte für die späte Entscheidung (90.).

Ronaldo durchbricht Schallmauer

Kaum schlechter machte es Cristiano Ronaldo, der Real Madrid beim 2:0 (1:0) bei Malmö FF mit dem 500. Pflichtspieltor seiner Karriere in Front brachte, später das 501. nachlegte und damit weiter an seinem eigenen Denkmal baut.

Der Portugiese hat an zwölf der letzten 14 Treffer seines Teams in der Königsklasse direkt mitgewirkt - zehn Mal als Torschütze, zwei Mal als Vorbereiter.

In der vereinsinternen ewigen Torjägerliste der Königlichen hat er mit nun 323 Toren außerdem den legendären Raul eingeholt.

Nächster Dämpfer für Podolski und Co.

Lukas Podolski ist mit Galatasaray derweil weiter ohne Sieg. Die Türken kamen beim krassen Außenseiter FC Astana nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus und warten damit schon seit Dezember 2013 auf ein Erfolgserlebnis in Europas Eliteklasse.

Für die Kasachen war es dagegen der erste Punktgewinn in der CL in der Klubgeschichte überhaupt.

Podolski stand dabei zwar in der Startelf, hatte aber eine eher mäßige Passquote (79 Prozent) und gab auch nur einen einzigen Torschuss ab. Nach 68 Minuten wurde der Weltmeister deshalb ausgewechselt.

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