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Ibrahima Traore wechselte 2014 vom VfB Stuttgart zu Borussia Mönchengladbach © Getty Images

Spaniens Presse lässt kein gutes Haar an enttäuschenden Gladbachern. Lucien Favres Landsleute sprechen der Borussia die Champions-League-Tauglichkeit ab.

Lucien Favre war sauer.

Nicht in erster Linie auf seine Mannschaft, die zum Auftakt der Champions League gerade mit 0:3 gegen den FC Sevilla verloren hatte, sondern auf den Spanier Vitolo, der mit einer schauspielerischen Meisterleistung die Niederlage ins Rollen brachte.

Doch auch Favre musste einräumen, dass die fünfte Pflichtspielniederlage in Folge "hochverdient" gewesen war. Auch seine Landsleute haben kein Mitleid mit dem 57 Jahre alten Fußballlehrer. "Am Ende chancenlos", schrieb die Neue Zürcher Zeitung und sieht das Abenteuer Königsklasse schon jetzt als beendet an.

Auch die spanische Presse lässt kein gutes Haar am deutschen Gegner, "der niemals ein Rivale war". "Ein großartiges Sevilla setzt sich mit Leichtigkeit gegen ein zerbrechliches Gladbach durch", schreibt die AS und bestätigt den Eindruck des Gladbacher "Krisenmodus."

SPORT1 fasst die Pressestimmen aus Spanien und der Schweiz zusammen.

SPANIEN:

Estadio Deportivo: "Sevilla vernichtet ein kraftloses Gladbach, das niemals ein Rivale war."

Diario de Sevilla: "Größte Freude und größter Schmerz. Sevilla überrollt Mönchengladbach von der ersten bis zur 92. Minute."

Marca: "Sevilla startet mit einem Schützenfest und der Tabellenführung. Der Sieg gegen Mönchengladbach und vor allem die Art und Weise gibt nach dem schwachen Saisonstart Rückenwind. Zum Glück für die Andalusier sind die Deutschen auch im Krisenmodus und nun ist die Lage noch einmal schlimmer geworden. Mönchengladbach wurde in der zweiten Halbzeit komplett ausgespielt."

AS: "Fiesta de Penalti! Ein großartiges Sevilla setzt sich mit Leichtigkeit gegen ein zerbrechliches Gladbach durch. Konoplyanka setzt nur fünf Sekunden nach seiner Einwechslung den Schlusspunkt mit der unschätzbaren Hilfe von Borussia-Torwart Sommer. Sevilla war Gladbach in allen Belangen überlegen."

SCHWEIZ:

Tagesanzeiger: "Borussia Mönchengladbach steckt in der Bundesliga nach vier Niederlagen zum Saisonstart auf dem letzten Tabellenrang in der Krise. Doch diese spitzt sich zu. Denn das Team von Lucien Favre konnte auch im ersten Spiel in der Champions League in Sevilla den Turnaround nicht schaffen. Es hatte nicht den Hauch einer Chance. Der Wille war zwar da. Doch das reicht für die Champions League bei weitem nicht."

Neue Zürcher Zeitung: "Am Ende chancenlos. Wer die 90 Minuten von Sevilla zum Maßstab nimmt, der kann kaum glauben, dass den Gladbachern diesmal ein erfolgreicher Weg in der Champions League beschieden sein wird."

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