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Franz Beckenbauer kritisiert Arturo Vidal nach dem Sieg in Piräus hart und erklärt: "Standfußballer haben wir genug." Die Statistiken widerlegen Beckenbauer aber großteils.

Ehrenpräsident Franz Beckenbauer vom FC Bayern München hat Neuzugang Arturo Vidal nach dem 3:0 der Münchern beim Champions-League-Auftakt bei Olympiakos Piräus hart kritisiert.

"Standfußballer haben wir genug, die brauchen wir nicht beim FC Bayern. Das war nicht das, was man von ihm erwartet", wetterte Beckenbauer bei Sky: "Er kann sicher besser spielen. Man kann Fehlpässe spielen und Zweikämpfe verlieren, aber der Einsatz muss stimmen."

Statistiken widerlegen Beckenbauer

Die Statistiken widerlegen Beckenbauers Kritik allerdings zum großen Teil. 

Zwar liefen ganze sechs Bayernspieler mehr als Vidal, der in 79 Minuten aber trotzdem mehr als ordentliche 9,5 Kilometer abspulte. Thomas Müller (11 km), Juan Bernat (10,7), Thiago (10,3), Philipp Lahm (9,7), Douglas Costa (9,7) und David Alaba (9,6) spielten im Gegensatz zum Chilenen allesamt durch. 

Eine deutlich schwächere Laufleistung zeigte dagegen Xabi Alonso, der lediglich drei Minuten weniger spielte als Vidal, aber fast 800 Meter weniger lief als sein chilenischer Teamkollege.

Passquote von 92,5 Prozent

Auch was die Fehlpassquote angeht, ist Vidal über fast jeden Zweifel erhaben. Mit 92,5 Prozent angekommener Anspiele liegt er zwar minimal hinter Alonso (93,4) und Thiago (93,9) - alle drei Werte sind aber überragend.

Vidal im Zweikampf schlecht

Richtig schwach war nur Vidals Zweikampfquote. Nur 36,4 Prozent seiner Duelle gewann der "Krieger" - nur Robert Lewandowski (10 Prozent) und Thomas Müller (33) waren schwächer.

Bei den Ballkontakten rangierte Vidal mit 81 etwas hinter als Alonso (91) und Thiago (104). 

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