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Wolfsburgs Manager Klaus Allofs kann bei der Champions-League-Hymne vor dem Spiel gegen ZSKA Moskau keinen Gänsehaut-Moment genießen. Er sucht Zuschauer auf der Tribüne.

Wenn vor einem Spiel der Champions League die Hymne der Königsklasse erklingt, sorgt das bei Spielern und Verantwortlichen normalerweise für einen Gänsehaut-Moment.

Nicht so bei Wolfsburgs Geschäftsfüher Sport Klaus Allofs. Der 58-Jährige war vom Zuschauerzuspruch in der Volkswagen Arena beim 1:0-Sieg über ZSKA Moskau nicht gerade begeistert.

"Ich habe die Hymne vor dem Spiel gar nicht mitbekommen. Ich musste erstmal gucken, wo die ganzen Zuschauer sind", sagte Allofs.

Nur 20.176 Fans - darunter 1200 Flüchtlinge, die vom Verein eingeladen wurden - sahen den ersten Auftritt der "Wölfe" in der Champions League seit 2009. In der Königsklasse dürften 26.000 Zuschauer ins Stadion.

 "Das ist enttäuschend, das hat die Mannschaft nicht verdient. Wir werden das angehen", sagte der sichtlich angefressene Geschäftsführer. Auch Draxler bedauerte den geringen Zuspruch. "Natürlich ist es schöner, vor ausverkauftem Haus zu spielen."

"Vielleicht sollten wir Fans zwangsverpflichten"

Während die Liga-Spiele des Werks-Klub am Wochenende mit 30.000 Zuschauern in de Regel ausverkauft sind, bleibt der Europapokal in der Wochenmitte ein Problem. "Das war im letzten Jahr in der Europa League schon so", sagte Allofs.

Offenbar bietet die 125..000-Einwohner-Gemeinde samt Umland nicht genug Fanpotenzial. "Vielleicht sollten wir die Leute zwangsverpflichten. Ich habe jedenfalls heute meine gesamte Familie mitgebracht", scherzte der Manager.

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