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Zlatan Ibrahimovic erzielte sein drittes Tor in der laufenden Champions-League-Saison
Zlatan Ibrahimovic erzielte sein drittes Tor in der laufenden Champions-League-Saison © Getty Images

Paris - Paris St. Germain gewinnt ein packendes Achtelfinal-Hinspiel gegen Chelsea. Ibrahimovic und ein Joker treffen. Der künftige Bayern-Trainer sitzt auf der Tribüne.

Paris St. Germain kann mitten im Skandal um ein obszönes Video auf positive Schlagzeilen in der Champions League hoffen.

Der französische Serienmeister bezwang seinen Dauer-Rivalen FC Chelsea am Dienstag im Achtelfinal-Hinspiel mit 2:1 (1:1). 

Ein spätes Tor des eingewechselten Edinson Cavani (78.) öffnete PSG verdient das Tor in die nächste Runde.

Trapp bemängelt Chancenverwertung

Im Rückspiel am 9. März genügt dem Verein des deutschen Torhüters Kevin Trapp, der an diesem Abend gleich mehrfach glänzend parierte, ein Unentschieden in London, um wie im Vorjahr über den englischen Meister ins Viertelfinale einzuziehen.

"Wir sind sehr, sehr stark. Wir können mit jeder Mannschaft mithalten. Wir sind fähig, ganz, ganz Großes zu leisten. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht heute und verdient gewonnen", sagte Trapp nach dem Abpfiff bei Sky, fügte aber auch hinzu:

"Wir hatten extrem viele Möglichkeiten und hätten vielleicht noch ein Tor mehr erzielen können, was gut fürs Rückspiel gewesen wäre. So ist es ein enges Ergebnis."

Chelseas Gary Cahill meinte: "Es war das erwartet schwierige Spiel. Wir wollten gut verteidigen, das ist uns eigentlich auch ganz gut gelungen. Das Tor von Cavani macht es aber natürlich schwer fürs Rückspiel."

Ibrahimovic trifft per Freistoß

Tagelang hatte der Skandal um Abwehrspieler Serge Aurier PSG fest im Griff. Der Ivorer hatte Trainer Laurent Blanc in einem Video auf unflätigste Weise sexuell beschimpft und dies auch noch mit dem Namen Zlatan Ibrahimovic verknüpft. Blanc warf Aurier sofort raus und zeigte sich bitter enttäuscht. 

Ibrahimovic schien der Wirbel nichts anhaben zu können. Wie eh und je war der schwedische Superstar brandgefährlich und erzielte nach einer ausgelassenen Kopfball-Großchance auch die Führung: Seinen harmlosen Freistoß fälschte John Obi Mikel unhaltbar für seinen Torhüter Thibaut Courtois ab (39.). 

Mikel hatte mit einem dummen Foul den Freistoß erst verursacht, er machte seinen Fauxpas jedoch umgehend wieder gut, als ihm nach einer Ecke von rechts kurz vor der Halbzeitpause der Ball vor die Füße fiel - er schob zum 1:1 ein (45.).

Dauerduell in der K.o.-Runde

Für PSG war es fast ungewohnt, einen Gegner auf Augenhöhe zu haben - denn die französische Ligue 1 dominiert der Meister der vergangenen drei Jahre ohne ernsthaften Herausforderer. 35 Ligaspiele in Serie hat PSG saisonübergreifend nicht verloren, der Vorsprung auf den Tabellenzweiten AS Monaco beträgt nach 26 Spieltagen 24 Punkte. 

Und dennoch: Der FC Chelsea ist für den von Katar kontrollierten Klub ein alter Bekannter. Zum dritten Mal in Folge treffen sich die schwerreichen Vereine in der K.o.-Phase: 2014/15 schaltete PSG die Londoner im Achtelfinale aus, ein Jahr zuvor setzten sich die Blues im Viertelfinale durch. 

Ancelotti und Ronaldo auf der Tribüne

Unter den 46.505 Zuschauern im Prinzenpark waren auch der künftige Bayern-Trainer Carlo Ancelotti, der beide Vereine trainiert hat, und Ex-Weltklasse-Stürmer Ronaldo.

Chelsea, ohne den verletzten Kapitän John Terry, dafür mit dem früheren Augsburger Abdul Rahman Baba in der Verteidigung angetreten, zog sich zurück - nach elf Spielen ohne Niederlage unter dem neuen Teammanager Guud Hiddink lag der Fokus wie üblich auf der Defensive.

PSG rannte gegen den Wall mit einer hochklassigen Offensive an, doch Lucas Moura, Ibrahimovic und Angel Di Maria fanden nur selten den Weg Richtung Tor. Trapp wiederum musste sich bei PSG lange selbst warmhalten - bis er aus dem Nichts fantastisch gegen einen Kopfball von Diego Costa rettete. Beim 1:1 war er chancenlos.

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