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Cristiano Ronaldo (l.) erzielt seinen zwölften Treffer in dieser CL-Saison
Cristiano Ronaldo (l.) erzielt seinen zwölften Treffer in dieser CL-Saison © Getty Images

Rom - Madrids Superstar versüßt Zinedine Zidane das Trainer-Debüt in der Champions League im Achtelfinal-Hinspiel beim AS Rom. Doch am Anfang holpert es gewaltig.

Ein Geniestreich seines Superstars Cristiano Ronaldo hat Zinedine Zidane das Trainer-Debüt in der Champions League versüßt.

Löw sieht Real-Sieg

Der dreimalige Weltfußballer führte Real Madrid vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw mit einem Traumtor zum 2:0 (0:0) im Achtelfinal-Hinspiel beim AS Rom.

Der Portugiese narrte seinen Gegenspieler mit der Hacke und schoss von der Strafraumgrenze in den Winkel (57.) - es war sein 89. Tor in der Königsklasse. Das 2:0 erzielte Jese (86.).

Die Weltstars der Königlichen, die in der Liga schwächeln, können dem Rückspiel somit sehr entspannt entgegensehen.

Kroos und Rüdiger unauffällig

"Wir sind sehr zufrieden, denn wir haben einen wichtigen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Rom konterte das eine oder andere Mal gefährlich, aber wir verteidigten insgesamt gut", sagte Sergio Ramos.

Und fügte an: "Cristianos Tor war großartig und fiel in einer entscheidenden Phase. Es war der Schlüssel zum Sieg."

Im Estadio Santiago Bernabéu kommt es am 8. März wohl zum erneuten Duell zwischen Madrids Weltmeister Toni Kroos und Nationalmannschaftskollege Antonio Rüdiger. Beide spielten am Mittwochabend im nicht ausverkauften Olympiastadion (55.612 Zuschauer) von Beginn an, ohne sonderlich auffällig zu werden.

Debüt für Zidane

Die Römer hatten sich den Einzug ins Achtelfinale erquält. Ein deutlich negatives Torverhältnis (11:16) und sechs Punkte aus sechs Spielen sind normalerweise bestenfalls Werte eines Absteigers in die Europa League, nie zuvor war ein Achtelfinalteilnehmer in der Champions League in der Gruppenphase schwächer.

Zidane, dreimaliger Weltfußballer, Weltmeister, Champions-League-Sieger mit Real als Spieler (2002) und Co-Trainer (2014), hatte in seiner Profikarriere fünf Mal gegen Rom gespielt.

Diesmal nahm der Franzose auf der Bank Platz, seine markante Glatze glänzte im Flutlicht.

Was er sah, dürfte Zidane zunächst nicht sonderlich erfreut haben. Die Offensive um Ronaldo, der am Dienstag nach einer kritischen Frage beleidigt die Pressekonferenz abgebrochen hatte, kam kaum zum Zuge, obwohl Real den gegnerischen Strafraum belagerte. Kroos zog dabei die Fäden.

Rom lässt Chancen liegen

Bis zur ersten echten Real-Chance durch Marcelo, aus dem Stand von Ronaldo genial vorbereitet, dauerte es 32 Minuten.

Rom konterte vor allem über Mohamed Salah gefährlich, immer wieder lief der Ägypter mit Tempo auf Sergio Ramos zu.

Nach der Pause startete Rom besser, versäumte es allerdings in Person von Stephan El Shaarawy, in Führung zu gehen (55.).

Ronaldo zaubert

Das wurde nur zwei Minuten später bestraft, als Ronaldo zu zaubern begann.

Die Roma schüttelte diesen Schock nur langsam ab. Salah blieb der Antreiber der Gastgeber, aber seinen Pass auf den ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko fing Raphael Varane ab (71.).

Auch William Vainqueur (73.) vergab noch eine gute Gelegenheit, Real hingegen beschränkte sich auf Ballgeschiebe und gelegentliche Vorstöße. Einen vollendete Jese flach zum 2:0.

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