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Javier Mascherano beim Schiedsrichter
Javier Mascherano (r.) muss den Traum vom dritten Champions-League-Titel vorerst begraben © Imago

Nach einem verweigerten Elfmeter in der Nachspielzeit erweisen sich die Barca-Profis als faire Verlierer. Atletico-Coach Simeone will auch dem nächsten Hammerlos trotzen.

Der Traum von der Titelverteidigung ist für den FC Barcelona geplatzt: Auch wegen eines verweigerten Elfmeters in der Nachspielzeit scheiterte der Vorjahressieger im Viertelfinale der Champions League an Atletico Madrid.

Umso bemerkenswerter, dass sich Luis Enrique und sein Team als faire Verlierer präsentierten und dem Schiedsrichter nicht die Schuld am Ausscheiden gaben.

SPORT1 hat die Stimmen zum Duell zwischen Atletico und Barca gesammelt.

Jordi Alba (FC Barcelona): "In der ersten Halbzeit waren wir mehr in unserer als in ihrer Hälfte. Nach der Pause war es besser, wir hatten viel Ballbesitz und haben Chancen herausgespielt. Aber es sollte nicht sein. Jetzt müssen wir uns auf die Liga und den Pokal konzentrieren, die Saison ist noch lang. Man hat mir gesagt, dass es ein Elfmeter war, ich habe es auf dem Platz auch gesehen. Sie haben ihn nicht gegeben und uns bleibt nichts anderes übrig, als nach vorne zu schauen. Der Schiedsrichter war nicht entscheidend."

Javier Mascherano (FC Barcelona): "Atletico hat es besser gemacht als wir, dazu muss man ihnen gratulieren. Es tut weh auszuscheiden. Das ist ein Wettbewerb, den wir gewinnen wollten. Zum Elfmeter gibt es nichts zu sagen. Manchmal helfen dir die Schiedsrichter, manchmal nicht. Wir sind keine Kinder, die sich in die Ecke setzen und rumheulen. Wir haben noch zwei Wettbewerbe - und da müssen wir angreifen."

Gerard Pique (FC Barcelona): "Es ist ein harter Schlag. Aber wir haben Kraft und Lust, wieder aufzustehen. Ich glaube nicht, dass wir in einem schlechten körperlichen Zustand sind. Wir spielen noch in der Liga und im Pokal, das sind zwei schöne Wettbewerbe, die wir gewinnen wollen."

Antoine Griezmann (Atletico Madrid): "Es ist normal, dass wir gegen eine Mannschaft wie Barca kämpfen müssen. Beim Elfmeter war der Torwart dran, aber er ist reingegangen. Wir waren alle sehr gut in der Defensive. Jeder verteidigt, jeder greift mit an, das ist unsere Stärke. Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft. Ich weiß nicht, wie weit wir kommen können. Wir schauen von Spiel zu Spiel, dann werden wir sehen."

Luis Enrique (Trainer FC Barcelona): "Die Mannschaft ist traurig. Die Schuld liegt zu 100 Prozent bei mir, deshalb bin ich der Trainer. Aber wir gratulieren Atletico und wünschen ihnen viel Glück. Es ist eine Tatsache: Wir sind nicht in unserem besten Moment, uns fehlt auch die Effektivität. Es liegt noch Vieles und Wichtiges vor uns. Auf der Bank sieht man nichts. Mir wurde gesagt, es sei ein Elfmeter gewesen, aber ich habe nichts dazu zu sagen."

Club Atletico de Madrid v FC Barcelona - UEFA Champions League Quarter Final: Second Leg
Diego Simeone will mit Atletico zum zweiten Mal nach 2014 ins Champions-League-Finale © Getty Images

Diego Simeone (Trainer Atletico Madrid): "Es war ein schwieriges Spiel mit Hindernissen, aber auch ein sehr schönes. Wir werden kein einfaches Los bekommen: City mit den enormen finanziellen Möglichkeiten, Real Madrid oder Bayern mit seiner ganzen Geschichte. Unter den Besten Europas zu sein ist ein wichtiger Schritt, aber wir hoffen, dass noch mehr kommt."

Josep Maria Bartomeu (Präsident FC Barcelona): "Ich muss Atletico gratulieren. Sie haben zwei sehr gute Partien abgeliefert. Wir hatten nicht viele Chancen, aber die Mannschaft hat viel gearbeitet. Es war ein Elfmeter, der Schiedsrichter hat es nicht gesehen. Pech für uns, aber wir dürfen nicht den Schiedsrichter kritisieren. Die Details haben das Spiel zugunsten von Atletico entschieden, dieser Elfmeter war eines davon. Ich wünsche ihnen, dass sie das Halbfinale überstehen und ins Finale kommen."

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