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Trainer Carlo Ancelotti will Bayerns Spanien-Fluch beenden
Trainer Carlo Ancelotti will Bayerns Spanien-Fluch beenden © Getty Images

München - Bayerns Bilanz in Spanien vor der Partie bei Atletico ist verheerend, doch Ancelottis CL-Erfahrungen machen Hoffnung. SPORT1 zeigt, was noch für den FCB spricht.

Atletico Madrid gegen den FC Bayern München - in der Neuauflage des letztjährigen Halbfinals der Champions League (Mittwoch, ab 20.15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) wollen die Bayern ihren Spanien-Fluch brechen.

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Auch die Erfahrungen von Trainer Carlo Ancelotti mit dem Simeone-Team sprechen auf den ersten Blick nicht unbedingt für den FCB. Doch das gilt nicht für die Königsklasse. Zudem gibt es weitere Punkte, die den Bayern Hoffnung machen.

SPORT1 zeigt vor dem Kracherduell, worauf es ankommt:

- Guardiolas desaströse Halbfinal-Bilanz

0:1 bei Real Madrid, 0:3 beim FC Barcelona, 0:1 bei Atletico Madrid. In jedem seiner drei Jahre beim FC Bayern verspielte Pep Guardiola in Spanien die Chance auf den Champions-League-Titel.

Auch insgesamt sieht Bayerns Bilanz in der Königsklasse auf spanischem Boden alles andere als rosig aus. Fünf Siege stehen zehn Niederlagen gegenüber, dazu gab es zwei Remis.

Das soll ein Ende haben. "Jetzt haben wir die Chance, mit Carlo Ancelotti zu zeigen, dass wir vielleicht wenigstens mal einen Punkt da holen können – oder auch drei", sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

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- Lehren aus der Vergangenheit

Unter Guardiola liefen die Bayern vor allem gegen Real und Barcelona teilweise ins offene Messer. Bei Ancelotti lassen sich die Spieler auch mal zurückfallen, das Angriffsspiel wirkt zudem freier.

"Auffällig finde ich, dass die Spieler häufiger und ungezwungener versuchen, den Pass in die Tiefe zu spielen, ob hoch oder flach, und somit zielstrebiger den Abschluss suchen", sagte Torwart-Legende Oliver Kahn im kicker: "Und Ancelotti nimmt nicht permanent Anpassungen vor, wechselt nicht ständig die Positionen."

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Thiago hat seine Lehren aus dem Ausscheiden im Vorjahr gezogen. "Sie verteidigen besser als jeder andere Klub auf der Welt", lobte der Mittelfeldspieler - stellte aber klar: "Wir kennen ihre Schwächen und werden anders agieren als im Mai. Wir haben unser Spiel optimiert."

- Stars sind fit

Bayerns Scheitern in der Königsklasse unter Guardiola hatte häufig einen bitteren Beigeschmack, da der Perfektionist nicht auf alle Stars setzen konnte. 2015/2016 gegen Atletico fehlte Arjen Robben verletzt, auch Franck Ribery und Thiago waren angeschlagen oder nicht in bester Verfassung. In diesem Jahr ist das Trio rechtzeitig fit, auch wenn hinter Robbens Zustand noch ein Fragezeichen steht, nachdem er in Hamburg aus Vorsicht auf einen Einsatz verzichtete.

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Dass Guardiola im damaligen Hinspiel in der Startelf auf Ribery und Thomas Müller verzichtete, wurde ihm noch eine Weile nachgetragen. Ancelotti setzt in wichtigen Spielen auf Erfahrung, es ist davon auszugehen, dass sich Müller und Ribery bei Spielbeginn auf dem Platz wiederfinden werden.

- Kein Druck

Bei aller Brisanz: Die Partie ist nur das zweite Vorrundenspiel. Es geht nicht ums Weiterkommen, die Bilanz einer gesamten Saison steht schon gar nicht auf der Kippe. Das betonen auch die Profis.

Bayern kann befreit aufspielen, Rachegefühle sind kein Thema. Grundsätzlich wird das Spiel weniger emotional als vor ein paar Monaten.

- Königsklassen-Statistik spricht für Ancelotti

Ancelotti wird dennoch bestrebt sein, seine persönliche Bilanz gegen die Mannschaft von Diego Simeone zu verbessern.

Denn als Trainer von Real Madrid gewann Ancelotti von den letzten acht Spielen gegen Atletico nur eines, auch die gesamte Statistik gegen Simeone (vier Siege, vier Remis, fünf Niederlagen) ist leicht negativ.

Sowohl bei der Supercopa als auch im Achtelfinale der Copa del Rey mussten sich die Königlichen 2014/2015 nach zwei Partien geschlagen geben. In der Liga setzte es nach dem 1:2 in Hinspiel bei Atletico eine 0:4-Klatsche.

Die vergangenen Erfahrungen in der Königsklasse sprechen aber für Ancelotti. Sein einziger Sieg aus den letzten acht Duellen reichte zum Weiterkommen im CL-Viertelfinale 2015 - und im Mai 2014 sicherte sich Real mit Ancelotti im Finale gegen Atletico die Decima.

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