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FC Bayern Muenchen v PSV Eindhoven - UEFA Champions League
Arjen Robben (M.) erzielte sein erstes Kopfballtor in der Champions League © Getty Images

München - Der FC Bayern beendet seine Mini-Krise mit einem Sieg gegen PSV Eindhoven. Großen Anteil daran hat Arjen Robben. Der Niederländer wird sogar vom Gegner gefeiert.

Am Mittwochabend wurde wieder einmal sehr deutlich, wie wichtig Arjen Robben für den FC Bayern nach wie vor ist. Der Niederländer war Antreiber, Torschütze, Vorbereiter.

"Arjen Robben kann in allen Spielen den Unterschied machen. Er ist absolute Weltklasse", brachte es Phillip Cocu, Trainer der mit 1:4 unterlegenen PSV Eindhoven, auf den Punkt.

Der 32-Jährige war beim zweiten Sieg der Münchner in der Champions League bester Mann auf dem Platz. Er legte Thomas Müller den Führungstreffer auf, indem er bei einem Eckball schneller schaltete als der Gegner.

Robben trifft erstmals per Kopf

Das 3:1 von Robert Lewandowski bereitete Robben in seiner unnachahmlichen Art vor: Der Tempofußballer dribbelte zur Mitte, schlenzte den Ball aufs Tor. Der Pole brauchte nur noch abzustauben.

Höhepunkt von Robbens Auftritt war der Schlussakkord zum 4:1. "Man ist wahrscheinlich nie zu alt, um noch ein Kopfballtor zu machen", sagte der Spieler des Spiels zu seinem ersten Kopfballtreffer in der Königsklasse.

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Robben strahlte genau die Spielfreude und Selbstverständlichkeit aus, die den Bayern zuletzt abhanden gekommen war. Nach der Mini-Krise und der aufkommenden Kritik kann Trainer Carlo Ancelotti nun erst einmal wieder ruhig schlafen.

"Wir haben gut gespielt, die Spieler haben eine gute Reaktion gezeigt. Die Einstellung hat gestimmt, das Spiel gegen Frankfurt war eine gute Lektion für uns", sagte der Italiener erleichtert.

Ancelottis Umstellungen greifen

Im letzten Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt war der Rekordmeister laut Karl-Heinz Rummenigge nicht wie der FC Bayern aufgetreten.

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"Wir sind Profis genug und wissen, was wir machen müssen. Wir haben so viel Erfahrung in dieser Mannschaft, wir müssen ein paar Dinge wieder anders machen", sprach Robben die Veränderungen an, die gegen PSV zum Sieg führten.

Die Niederländer machten es Robben jedoch zum Teil auch einfach. Die Münchner, allen voran der mit fünf Torschüssen und sechs Torschussvorlagen aktivste Akteur, genossen insbesondere in der Anfangsphase große Freiräume.

Cocu warnte vor Robben

Und das, obwohl Cocu im Vorhinein angekündigt hatte: "Ich weiß, dass Arjen ziemlich gut ist, wirklich ein Spieler mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Da hat jeder Gegner seine Hände voll zu tun. Ich bereite das Team aber nicht auf ein Spiel gegen Arjen Robben vor, sondern auf eines gegen Bayern München." Nach dem Spiel sah es so aus, als hätte Robbens Landsmann nicht unbedingt die richtigen Worte gefunden.

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"Er war sehr aktiv, so wie immer. Er ist elementar, um tiefstehende Gegner auseinanderzunehmen mit seinen Dribblings und seinem Tempo. Deshalb tut es uns sehr gut, wenn er fit ist und spielen kann", lobte Mats Hummels seinen Teamkollegen.

Van Bommel rechnet mit Verbleib

Nicht nur der Innenverteidiger war angetan von Robbens Leistung. Auch die Anhänger Eindhovens, wo Robben zwei Jahre lang gespielt und seine Profikarriere so richtig angekurbelt hatte, feierten ihren Ex-Spieler mit Gesängen.

Bleibt er von Verletzungen verschont, wird Robben im Saisonverlauf weitere großartige Auftritte folgen lassen. Dann stünde auch einem Verbleib trotz auslaufenden Vertrags im kommenden Sommer nichts im Weg.

"Ich gehe davon aus, dass er verlängert und in München bleibt", prophezeite Robbens langjähriger Teamkollege Mark van Bommel bei Sky.

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