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Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc zieht zum Tor-Spektakel des BVB gegen Warschau einen kuriosen Vergleich. Roman Weidenfeller hat etwas zu bemäkeln. Stimmen.

Borussia Dortmunds Keeper Roman Weidenfeller findet trotz des Sieges mit vier Toren Unterschied gegen Legia Warschau negative Aspekte. Thomas Tuchel redet von einem "surrealen" Spiel. Michael Zorc sieht sich auf dem Jahrmarkt wieder.

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Bayer Leverkusen verspielte beim 1:1 bei ZSKA Moskau zum wiederholten Mal eine Führung. Trainer Roger Schmidt sah dennoch viel Positives - vor allem das erste Tor von Kevin Volland in der Königsklasse.

SPORT1 sammelt die Stimmen zur Champions League:

Borussia Dortmund - Legia Warschau 8:4

Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund): "Mir geht es sehr gut. Ich habe mich riesig gefreut, dass ich von Anfang an spielen durfte. So stellt man sich einen Einstand nach so langer Zeit natürlich vor. Ich habe hart für diesen Moment gearbeitet. Das war ein wichtiger Schritt für mich. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Ich habe mich nicht totgequält. Es ist wichtig, dass man sich nach so langer Zeit nicht total auspowert. Aber natürlich habe ich schon aggressiv gespielt. Mir fehlen aber noch ein paar Prozent, um hundertprozentig fit zu sein. Auf dem Ball werde ich alle unterschreiben lassen, der bekommt einen Ehrenplatz."

Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund): "Es war das torreichste Tor der Geschichte. Da ist es natürlich schön, im Stadion gewesen zu sein, aber für einen Torwart war es eher bescheiden. Gott sei Dank haben wir heute so viele Tore erzielt. Aber es gibt auch andere Punkte, über die wir sprechen sollten. Wir müssen ein anderes Verteidigungs-Verhalten an den Tag legen. Wir spielen in der Champions League, da muss man die Räume besser schließen und mehr Aggressivität an den Tag legen. Jeder hat das Zeug dazu und den Anspruch, in der Champions League zu spielen, aber da muss man sich einfach anders präsentieren. Für mich ist das nicht angenehm, ich kam mir ein bisschen fehl am Platz vor."

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Keine Ahnung, was das wahr. Ich habe sowas auch noch nicht erlebt. Meine Stimmung ist bescheiden. Wir müssen viel besseres Verteidigungs-Verhalten an den Tag legen. Roman tut mir am meisten leid. Er ist zu Recht sauer. Wir waren in jeder Phase dominant. Mit vier Gegentoren hätte ich aber nicht gerechnet."

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zum Reus-Comeback: "Es ist phantastisch, dass es so geklappt hat. Es ist ein überragendes Comeback. Das ist super wichtig für uns. Unsere Ziele können wir nicht ohne Marco erreichen. Es ist höchste Zeit. Im Sommer sind uns drei wichtige Spieler weggebrochen und plötzlich war mit Marco, der seit dem Pokalfinale fehlt, noch ein vierter weg. Wir haben ihn als feste Stütze eingeplant, deshalb erwarten wir das Comeback sehnsüchtig"

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund): "Wir haben das torreichste Champions-League-Spiel aller Zeiten erlebt. In Dortmund ist immer was los. Wir haben teilweise gelacht auf der Bank. Es hatte etwas von Jahrmarkt-Fußball. Einer geht noch! Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Wir haben acht Tore geschossen, aber hinten nicht gut verteidigt und auch vier reinbekommen. Aber am Ende haben wir in zwei Spielen gegen Legia 14 Tore geschossen. Ich freue mich für Marco Reus, dass er nach so langer Zeit zurückgekommen ist und direkt drei Tore gemacht hat. Wir sind qualifiziert und haben jetzt bei Real Madrid ein Finale um den Gruppensieg."

ZSKA Moskau - Bayer Leverkusen 1:1

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir hätten gerne die Führung ins Ziel gebracht. Wir haben es in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht und sind verdient in Führung gegangen. Wir hatten sehr gute Situationen, das 2:0 zu machen. Dass wir hier nichts geschenkt bekommen, war klar. Wir konnten uns dann nicht mehr so klare Aktionen nach vorne herausspielen, hatten aber auch nach dem 1:1 eine Riesenchance mit dem Pfostenschuss. Wir nehmen den Punkt sehr gerne mit. Wir haben auswärts in der Champions League einen Punkt geholt und sind auch im fünften Gruppenspiel ungeschlagen geblieben - das sehe ich das als sehr positiv an."

über Kevin Volland: "Es gab viel Positives auf dem Platz, natürlich dass Kevin Volland getroffen hat. Das freut mich für ihn ganz besonders. Es wäre ein Traum gewesen, wenn er das 2:1 geschossen hätte. Das war eine super Aktion von ihm und Kai Havertz. Kevin ist ein sehr wichtiger Spieler und wird das vor allem auch in Zukunft, davon sind wir überzeugt, auch wenn die Anfangsphase ein bisschen holprig war."

Kevin Volland (Bayer Leverkusen): "Die letzten Wochen waren für mich persönlich nicht so leicht. Es wurde viel geschrieben. So ein Tor tut natürlich gut. Das Selbstvertrauen will ich mitnehmen. Ich hatte noch das 2:1 auf dem Fuß, aber der Ball geht an den Pfosten. Es ist bei uns zurzeit so, dass wir den Sack nicht zumachen. Hier aus Moskau einen Punkt mitzunehmen, ist im Großen und Ganzen okay. Wenn man hier ankommt, ist das schon eine ganz andere Welt. Es ist extrem kalt im Vergleich zu Deutschland. Man musste sich schon gestern beim Abschlusstraining und heute beim Aufwärmen akklimatisieren."

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