vergrößernverkleinern
David Alaba (l.) und Franck Ribery treffen mit den Bayern auf den FC Arsenal
David Alaba (l.) und Franck Ribery treffen mit den Bayern auf den FC Arsenal © Getty Images

Letzte Saison ermittelte die UEFA in einer Studie den korrekten Titelträger. Jetzt legt sich der Verband erneut fest. Mit schlechten Nachrichten für die deutschen Klubs.

Vergangenes Jahr legte sich die UEFA zu Beginn der K.o.-Phase in einer Studie auf den späteren Sieger der Königsklasse fest: Der europäische Kontinentalverband tippte nach der Anwendung verschiedener Kriterien auf Real Madrid - und sollte Recht behalten. Die Königlichen sicherten sich am Ende den Henkelpott durch einen Finalsieg über Lokalrivale Atletico.

Nun hat die UEFA die Studie ein Jahr später erneut durchgeführt. Mit schlechten Nachrichten für den FC Bayern. Denn mit Blick auf die Geschichte des Wettbewerbs werden die Münchner dieses Jahr nicht die Königsklasse gewinnen.

Auch für die beiden anderen deutschen Vertreter sieht es demnach schlecht aus: Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen werden laut der Studie ebenfalls nicht den Henkelpott holen.

Folgende Kriterien wendet die UEFA in ihrer Studie an:

1. Gruppensieg ist Trumpf

Zehn der letzten elf Sieger der Champions League schlossen ihre Gruppe in der Vorrunde als Erster ab. Nur Inter Mailand wurde im Jahr 2010 als Gruppenzweiter am Ende Champion. Damit haben die Gruppenzweiten nach UEFA-Logik in der Voraussage keine Chance mehr.

Als möglicher Titelträger sind damit raus: Bayern München, Paris Saint-Germain, Benfica Lissabon, Manchester City, Bayer Leverkusen, Real Madrid, FC Porto, FC Sevilla

Video

2. Gute Abwehr, schlechte Abwehr

Laut UEFA darf die Abwehr nicht zu gut sein - aber auch nicht zu schlecht. Der Verband erklärt: Seit Einführung des aktuellen Formats im Jahr 2003 konnte keine Mannschaft triumphieren, die in der Gruppenphase die wenigsten Gegentreffer kassieren. Aber auch zu viele Gegentore seien nicht gut: Teams, die mehr als acht Tore hinnehmen mussten, haben auch nie gewonnen.

Deshalb glaubt die UEFA auch nicht an folgende Teams: Juventus, Atletico Madrid, Borussia Dortmund

3. Erfahrung ist wichtig

Noch nie schaffte es ein Klub, der zum ersten Mal die Gruppenphase erreichte, im gleichen Jahr ins Finale.

Schlechte Nachrichten für: Leicester City

4. Keine Premieren-Sieger

In den ersten 42 Jahren des Wettbewerbs (vormals Europapokal der Landesmeister) gab es 21 verschiedene Sieger-Vereine. In den letzten 19 Spielzeiten gab es dagegen nur einen einzigen Klub, der die Trophäe zum ersten Mal gewonnen hat: Der FC Chelsea im Jahr 2012.

Video

Vereine, die die Champions League noch nie gewinnen konnten, zieht die UEFA in ihrer Studie deshalb nicht in Betracht. Von den übriggebliebenen Teams sind damit auch raus: FC Arsenal, AS Monaco, SSC Neapel

5. Der Sieger wird...

Damit bleibt für die UEFA nur noch ein möglicher Sieger übrig: Der FC Barcelona!

Allerdings: Nach dem 0:4 im Hinspiel bei PSG dürfte Barcas Traum vom Titel wohl schon vorzeitig geplatzt sein - Hoffnung für alle anderen Teams.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel