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Borussia Dortmund Bus Explosion Injures One
Beim Anschlag auf den BVB-Bus wird Innenverteidiger Marc Barta schwer verletzt © Getty Images

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus des BVB fehlt vom Täter weiterhin jede Spur. Die Ermittlungen der Beamten liefern dennoch neue Informationen.

Eine Woche nach dem Anschlag auf den BVB-Bus vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den AS Monaco haben die Ermittlungen der Polizei neue Erkenntnisse ergeben.

Laut Bild-Zeitung stammen Zünder und Sprengstoff nicht aus Bundeswehrbeständen. Genauere Erkenntnisse in diesem Zusammenhang erhoffen sich die Ermittler aus der Auswertung von Bodenproben. Die Welt am Sonntag hatte Ermittlerkreise mit den Worten zitiert, dass der Sprengstoff eventuell aus derartigen Beständen stamme.

Einzeltäter gilt als wahrscheinlich

Für die Polizei ist es zudem die wahrscheinlichste Variante, dass es sich um einen Einzeltäter handelte. Von einem solchen fehlt allerdings nach wie vor jede Spur. Rund 100 Beamte der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) "Pott" des Bundeskriminalamtes sind mit dem Fall beschäftigt.

Die Sicherheitsbehörden ermitteln in alle Richtungen. Das Pendel schlage nach dpa-Informationen bisher weder in Richtung Rechtsextremismus, Islamismus noch allgemeine Kriminalität aus.

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Die Bundesanwaltschaft prüft unterdessen ein neues, insgesamt drittes Bekennerschreiben mit rechtsextremistischen Inhalten.

Am Dienstag hat die Bundesanwaltschaft das Geschehen des Anschlags auf den Teambus des BVB durch Beamte des Bundeskriminalamtes und der nordrhein-westfälischen Polizei rekonstruieren lassen.

Die Rekonstruktion diene der Nachzeichnung des Tatgeschehens vom 11. April 2017 und der Zuordnung von Tatspuren, hieß es in einer Pressemitteilung.

Besuch von Alba und Busquets

Der durch den Anschlag schwer am Arm verletzte Marc Bartra konnte das Krankenhaus am Ostersamstag wieder verlassen. Anschließend besuchten ihn die befreundeten Barca-Stars Sergio Busquets und Jordi Alba in Dortmund.

Erst am Sonntag wurde bekannt, dass der BVB offenbar knapp einer größeren Katastrophe entgangen ist. "Wären die Splitterbomben nur eine knappe Sekunde früher gezündet worden, hätte der Bus eine regelrechte Breitseite bekommen. Es hätte dann bestimmt viele Schwerverletzte und möglicherweise auch Tote gegeben", zitierte die Bild am Sonntag einen Ermittler.

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