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FBL-EUR-C1-DORTMUND-MONACO
Nur einen Tag nach dem Anschlag fand das Spiel zwischen Dortmund und Monaco statt © Getty Images

Der künftige FIFA-Sicherheitschef Helmut Spahn verteidigt die rasche Neuansetzung des BVB-Spiels. Sportler seien nicht stärker ins Ziel von Terroristen gerückt.

Der künftige FIFA-Sicherheitschef Helmut Spahn hat die direkte Neuansetzung des Champions-League-Spiels zwischen Borussia Dortmund und dem AS Monaco verteidigt und sieht Sportler nicht stärker im Fokus von Terroristen als früher.

"Anschläge, von wem auch immer, richten sich gegen uns, unsere Freiheit, gegen unsere Gesellschaft. Wenn wir einknicken, machen wir genau das, was diese Kriminellen wollen", sagte der ehemalige Sicherheitsbeauftrage des DFB der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Aber man muss immer abwägen. Wenn es Tote gegeben hätte, hätte natürlich kein Spiel stattgefunden."

Es sei zwar nachvollziehbar, dass der normale Fan und Bürger denke, der Terror sei nähergerückt: "Aber wenn man sich die Statistik anschaut, leben wir fast in den sichersten Zeiten, was terroristische Bedrohung und die Zahl der Opfer betrifft, insbesondere in Europa", sagte Spahn: "Was anders ist, ist die mediale Aufmerksamkeit. Da zahlt der Fußball auch den Preis seiner exorbitanten Popularität."

Erkenntnisse darüber, dass Sportler stärker ins Ziel von Terroristen gerückt sind, habe er nicht. "Das Gefühl hat man jetzt vielleicht, weil der Sport mehrfach betroffen war. Aber das war auch in der Vergangenheit schon der Fall. Nicht unbedingt in Europa, aber anderswo", sagte Spahn.

Gleichzeitig warnte er vor vorschnellen Schlussfolgerungen. "Wir sollten jetzt erst mal alle Fakten analysieren und nicht über das Ziel hinausschießen. Es ist ja oft so, dass in dem Moment, wenn so etwas passiert, alle möglichen Forderungen gestellt werden."

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