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Ottmar Hitzfeld setzt im SPORT1-Interview auf den Halbfinal-Einzug des FC Bayern bei Real Madrid. Der Einbruch im Hinspiel ist für Hitzfeld Folge des Drucks.

Ottmar Hitzfeld geht von einem torreichen Viertelfinal-Rückspiel zwischen Real Madrid und dem FC Bayern (ab 20.45 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) aus, seinem Ex-Klub traut er dabei das Weiterkommen zu.

"Bayern hat im Hinspiel unglaublich viel Pech gehabt. Man hätte 2:0 führen können, dann wäre das Spiel ganz anders gelaufen. Bayern bleibt Bayern. Sie sind auswärts fast genau so gut wie zu Hause und werden auch auswärts Tore machen", sagte der ehemalige Trainer im SPORT1-Interview.

"Bayern ein sensibles Gebilde"

"Real hat seine Stärke in der Offensive, also glaube ich nicht, dass Bayern zu Null spielen wird. Darum muss Bayern seine eigenen Stärken ausspielen und das ist das Spiel nach vorne. Real ist aufgrund des Heimvorteils leichter Favorit gegen Bayern. Ich tippe aber auf ein 3:2 für Bayern, das würde reichen. Bayern kann drei Tore machen. Nach hinten ist Real anfällig."

Um das 1:2 aus der vergangenen Woche zu drehen, ist der FC Bayern zum Siegen verdammt.

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Den Einbruch aus dem Hinspiel versuchte Hitzfeld mit dem Druck der Favoritenrolle zu erklären.

"Zuhause ist man Favorit gegen Real. Wenn man nur noch zehn Mann hat, fragt man sich schon: Wie soll das gut gehen? Bayern München ist ein sensibles Gebilde. Man braucht das Selbstbewusstsein, aber im Innern sieht es manchmal anders aus", meinte Hitzfeld, der den FCB 2001 zum Sieg in der Champions League geführt hatte.

"Wenn ein Spieler nervös wird, kann er den Mitspieler anstecken und dann breitet sich das in der Mannschaft aus. Das spürt der Gegner und das hat er dann ausgenutzt. Mit dem Platzverweis wird es gegen eine Weltklasse-Mannschaft unglaublich schwierig. Da muss man froh sein, dass sie nur 1:2 verloren haben."

Hitzfeld setzt auf Boateng und Hummels

Auch zu den Verletzungsproblemen beim Deutschen Meister äußerte sich Hitzfeld. Robert Lewandowski, Jerome Boateng und Mats Hummels würden "ein anderes Bayern München garantieren als das, was man jetzt erwartet."

Der 68-Jährige geht davon aus, dass beide angeschlagenen Innenverteidiger in der Startelf stehen.

"Ich glaube, dass Ancelotti eine Ausnahme macht und Hummels und Boateng ausprobiert. Beide sind so wichtig mit ihrer Erfahrung und der Klasse im Stellungsspiel, dass ich glaube, dass er das Risiko eingeht. Wenn einer der beiden nicht kann, wird er eben parallel einen anderen Spieler warmlaufen lassen und dann die B-Lösung aufstellen."

Da Javi Martinez gesperrt ausfällt, wäre ein Einsatz der beiden Weltmeister umso wichtiger, um noch das Halbfinale zu erreichen.

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