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Die Fans von Legia Warschau erinnern an den Warschauer Aufstand von 1944
Die Fans von Legia Warschau erinnern an den Warschauer Aufstand von 1944 © Imago

München - Mit einer krassen Fan-Choreographie erinnern die Fans von Legia Warschau an die Nazi-Massenmorde während des Warschauer Aufstands.

Das ist ein krasser Weg, an die Verbrechen der Nazi-Zeit zu erinnern.

Vor dem Champions-League-Qualifikationsspiel gegen den FC Astana haben die Anhänger von Legia Warschau mit einer schockierenden Choreo an der Warschauer Aufstand von 1944 erinnert - einen Tag, nachdem dessen Anfang sich zum 73. Mal jährte.

"Während des Warschauer Aufstands töteten Deutsche 160.000 Menschen. Tausende davon waren Kinder", hieß es auf einem Transparent. Darüber ist zu sehen, wie ein Nazi-Offizier eine Pistole an den Kopf eines Kindes richtet.

Gedenken an Nazi-Massenmorde

Der Warschauer Aufstand war ein Versuch der polnischen Heimatarmee, ihr Land von der deutschen Besatzung zu befreien. Er sollte parallel zum Vorrücken der russischen Armee stattfinden. Weil die jedoch nicht rechtzzeitig zu Hilfe kam, konnten die Nazi-Truppen den Aufstand blutig niederschlagen.

Es gab Massenmorde an der polnischen Zivilbevölkerung, zwischen 150.000 und 225.000 Unschuldige starben, die Stadt Warschau wurde fast vollständig zerstört. An den Aufstand zu erinnern, ist ein regelmäßiges Ansinnen der Fans des ehemaligen Armeevereins.

Die Legia-Fanszene ist allerdings selbst oft wegen Gewalt-Exzessen und rassistischer sowie antisemitischer Vorfälle in Verruf geraten.

In der vergangenen Champions-League-Saison handelten Legia-Fans ihrem Klub mehrere Geisterspiele ein, unter anderem wegen Ausschreitungen bei der Partie gegen Borussia Dortmund.

Diesmal hat sich Legia nicht für die Endrunde qualifiziert: Ein 1:0-Sieg reichte nach einer 1:3-Niederlage im Hinspiel nicht zum Weiterkommen.

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