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Monaco - Angeführt von einem starken Timo Werner siegt RB Leipzig klar bei der AS Monaco. Die Sachsen träumen vom Achtelfinale. Marcel Sabitzer verletzt sich, Rangnick gibt Entwarnung.

Dank eines Doppelpacks von Nationalspieler Timo Werner und traumhaften Konterfußballs in der ersten Halbzeit darf RB Leipzig in der Champions League weiter auf das Erreichen des Achtelfinales hoffen.

Die Leipziger triumphierten bei AS Monaco mit 4:1 (4:1) und haben nach dem ersten Auswärtssieg in der Königsklasse das Ticket für die Europa League schon sicher.

Neben Werner (9./31. Foulelfmeter) trafen Jemerson per Eigentor (6.) und Naby Keita (45.) für das Überfallkommando aus Leipzig.

Stürmer-Star Radamel Falcao (43.) hatte den Anschlusstreffer für die Gastgeber erzielt, die in der Abwehr erschreckende Schwächen offenbarten.

"Wir mussten gewinnen, um noch eine kleine Chance zu haben. Wir haben von Anfang an umgesetzt, was wir machen wollten", sagte Werner bei Sky. 

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Weiterkommen nicht in der eigenen Hand

"Wir haben heute sehr viel sehr richtig gemacht. Es war ein sehr souveräner Auftritt und mit Abstand unsere beste Vorstellung in der Champions League", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl und lobte den Doppel-Torschützen: "Vor dem Tor ist er eine Granate", meinte Hasenhüttl.

Werner fand es "schade, dass wir es nicht mehr in der eigenen Hand haben, aber wir würden uns auch über die Spiele in der Europa League freuen."

Entscheidung um Platz zwei am letzten Spieltag

Leipzig kann in der Gruppe G noch Zweiter und Dritter werden. Im zweiten Spiel trennten sich Besiktas Istanbul und der FC Porto 1:1 (1:1). Istanbul (11 Punkte) ist als Gruppensieger fürs Achtelfinale qualifiziert (Die Tabelle)

Da Leipzig (7) den direkten Vergleich mit Porto (7) aber verloren hat, muss RB am letzten Spieltag mehr Punkte holen als die Portugiesen.

"Es kann passieren, dass wir mit zehn Punkten ausscheiden, das ist Wahnsinn. Wir werden versuchen, das letzte Spiel zu gewinnen", sagte Hasenhüttl.

Die Entscheidung über die Vergabe der weiteren Plätze fällt am letzten Spieltag (6. Dezember).

Leipzig empfängt Istanbul, Porto trifft auf Monaco, das mit zwei Punkten auch keine Chance mehr auf das Erreichen der UEFA Europa League hat (Spielplan und Ergebnisse).

Rangnick gibt nach Sabitzer-Blessur Entwarnung

Die Freude über den klaren Sieg wurde getrübt von der Verletzung von Flügelspieler Marcel Sabitzer. Der Österreicher rutschte aus, als er einen Pass zu Emil Forsberg spielte und fiel dabei so unglücklich auf die Schulter, dass er nach 34 Minuten vom Platz getragen musste (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

"Marcel hat sich die Schulter ausgekugelt und kommt jetzt ins Krankenhaus", twitterte RB in der Halbzeit.

Allerdings konnte Leipzig nach einer Röntgenuntersuchung leichte Entwarnung geben. "Knöchern ist schon mal nichts, aber wir müssen abwarten, wie es mit dem Kapsel-Bänderapparat aussieht. Das ist eigentlich das Entscheidende", meinte Sportdirektor Rangnick.

Für Sabitzer kam Diego Demme in die Partie und ordnete sich ins defensive Mittelfeld ein. Kevin Kampl rückte nach vorne.

Leipzig erwischt Blitzstart

Vor nur 10.000 Zuschauern im Stade Louis II war Leipzig von Beginn an hellwach und erwischte einen Traumstart.

Kampl und Keita machten auf der Doppelsechs mächtig Betrieb und rissen mit ihren Bällen in die Tiefe immer wieder Lücken in die Abwehr der Gastgeber. Nach klugem Pass von Kampl flankte Sabitzer nach Innen, Jemerson hielt den Fuß rein und lenkte den Ball ins eigene Tor.

Kurz darauf war es wieder Jemerson, der den Ball im Mittelfeld an Kampl verlor. Der Ex-Leverkusener schickte Werner auf die Reise, und der Jung-Nationalspieler schloss aus vollem Lauf zum 2:0 ab. 

Werner knallhart vom Punkt

Monaco antwortete mit wütenden Angriffen. Leipzigs Keeper Peter Gulacsi musste in großer Not vor Keita Balde und Falcao retten.

Der Tabellenzweite der französischen Liga mühte sich, doch die Gäste blieben gefährlich. Nach einem Foul von Falcao an Willi Orban entschied Schiedsrichter Undiano Mallenco (Spanien) auf Strafstoß, Werner ließ sich auch die zweite Großchance nicht nehmen und hämmerte den Ball unter die Latte.

Kampl auf der Sechs bärenstark

Bei Leipzig erwies sich die Umstellung von Kampl von der Acht auf die Sechs als Gold wert. An der Seite von Keita machte der Blondschopf das Spiel der Gäste immer wieder schnell.

Auch die Hereinnahme von Yussuf Poulsen, für den Demme zunächst draußen bleiben musste, machte sich bezahlt.

Gulacsi patzt beim Gegentor

Falcao ließ mit seinem Kopfball-Tor nach einem Fehler von Gulacsi Monaco noch einmal hoffen, doch kurz vor der Pause ließ Keita nach einem Zuspiel von Marcel Halstenberg seine Gegenspieler mit einer geschickten Drehung stehen und schoss zum beruhigenden 4:1 ein.

Nach dem Wechsel verflachte das Spiel. Leipzig schaltete einen Gang zurück und schob sich den Ball in den eigenen Reihen zu. Werner verließ in der 58. Minute unter dem Beifall der 1500 mitgereisten Leipziger Fans den Platz, für ihn kam Bruma. 

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