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München - Die Bayern nehmen Revanche für die 0:3-Klatsche im Champions-League-Hinspiel in Paris. Ausgerechnet Corentin Tolisso wird zum Matchwinner gegen die Franzosen.

Achtung, Europa!

Bayern München hat gegen die Milliardentruppe von Paris St. Germain ein starkes Signal an die internationale Titel-Konkurrenz geschickt.

Der leidenschaftlich kämpfende deutsche Rekordmeister bezwang das Starensemble um Superstar Neymar im Gruppenfinale der Champions League 3:1 (2:0) und revanchierte sich für die 0:3-Demütigung im Hinspiel. (Der TICKER zum Nachlesen)

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Um Paris auf dem Weg ins Achtelfinale Platz eins in Gruppe B streitig zu machen, fiel der Sieg allerdings um zwei Tore zu niedrig aus. Die Bayern ziehen als Zweiter hinter dem französischen Spitzenklub in die K.o.-Runde ein.  (Die Tabelle der Gruppe B)

Trotzdem: Bayern holte die scheinbar Unbesiegbaren zurück auf den Boden der Tatsachen. Dementsprechend bedient und fluchtartig verließen Neymar und Co. nach der ersten Niederlage in der Königsklasse auch die bayerische Hauptstadt. (Diese Teams stehen im CL-Achtelfinale)

Draxler: "Bayern nach wie vor unter Europas Besten"

Beeindruckt vom wieder erstarkten Rekordmeister zeigte sich auch Nationalspieler Julian Draxler: "Wir hatten zwar unsere Chancen, aber die Bayern haben es heute verdient. Sie haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Da sieht man auch, dass sie nach wie vor eine der besten Mannschaften Europas sind."

"Ich bin sehr zufrieden", kommentierte Präsident Uli Hoeneß die Leistung seines Teams bei SPORT1. Nach der "Schmach von Paris" im Hinspiel hatte eben dieser Hoeneß zusammen mit FCB-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge noch das Ende der Ära Ancelotti bei den Bayern beschlossen.

Robert Lewandowski (8.) mit seinem dritten Saisontor in der Königsklasse und Tolisso (37.) ließen die Bayern nach einer gnadenlos effizienten ersten Halbzeit vom Gruppensieg träumen.

Doch nach dem 1:2 von Supertalent Kylian Mbappe (50.) war dieser Traum geplatzt, obwohl Tolisso (69.) noch einmal erhöhte.

Ribery als Kapitän zurück in der Startelf

Bayern-Trainer Jupp Heynckes überraschte 70.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena zunächst mit seiner Aufstellung: Kein Jerome Boateng, kein Javi Martinez und zunächst auch kein Arturo Vidal und Thomas Müller.

Dafür durften in Niklas Süle, Sebastian Rudy und Tolisso Spieler ran, die sonst eher in der zweiten Reihe stehen. Und: Franck Ribery stand erstmals wieder in der Startelf - als Kapitän.

"Wir haben fast nur Nationalspieler und ich muss vom ganzen Kader Gebrauch machen. Die Jungs, die nicht so viel Spielpraxis hatten, haben es heute prima gemacht. Für mich war die Aufstellung keine Überraschung", erklärte Heynckes später seine Personalrochaden.

Die Bayern brauchten entsprechend eine Weile, um sich zu finden. Paris war technisch stärker, hatte mehr vom Spiel und war stets gefährlich, wenn es mal Platz bekam. (Die Ergebnisse des Spieltags)

Corentin Tolisso führte den FC Bayern München zum Sieg gegen Paris © iM Football

Heynckes: Einstellung als Schlüssel zum Erfolg

Mbappe prüfte Torhüter Sven Ulreich früh (3.). Die Münchner hielten anfangs mit einfachen Mitteln dagegen: Disziplin in der Defensive - und lange Bälle nach vorne. Das und eine hohe Einsatzbereitschaft reichten, die Schwächen der Gäste offenzulegen.

Der Bayern-Führung ging ein langer Ball von Ulreich voraus, eine Flanke des starken James legte Kingsley Coman per Kopf Lewandowski auf. Der Pole vollstreckte aus der Drehung mühelos.

Doch auch danach brannte der Rekordmeister kein spielerisches Feuerwerk ab, legte vor allem Wert auf Sicherheit. Neymar, von den Bayern immer wieder hart attackiert, scheiterte an Ulreich (34.).

"Der Schlüssel zum Erfolg war heute die Einstellung der Mannschaft. Wir haben taktisch klug gespielt, umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und dem Gegner kaum Kontermöglichkeiten geboten", analysierte Heynckes.

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James glänzt als Vorbereiter

Wie beim ersten Treffer lief auch der Angriff vor dem 2:0 über links, von wo erneut James wunderbar auf den Kopf von Tolisso flankte. PSG reagierte mit wütenden Angriffen, Ulreich rettete erneut gegen Neymar (43.).

Ein genialer Moment von dessen Sturmpartner Edinson Cavani reichte jedoch, um die aufkeimenden Hoffnungen der Bayern auf Rang eins zu zerstören. Der perfekte Lupfer des Uruguayers auf den Kopf von Mbappe brachte den Anschluss.

In der Folge wurde die Partie offener, weil die Bayern dem Gegner nun mehr Räume boten. Julian Draxler (60.) und Mbappe (61.) hätten das beinahe genutzt. Heynckes leitete mit Müllers Einwechslung für Ribery die Schlussoffensive ein, und Tolisso schlug nach Comans überragender Vorarbeit noch einmal zu.

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