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Beim FC Bayern herrscht nach dem Sieg gegen Paris Saint-Germain nicht nur Feierstimmung. Die beiden Weltmeister Thomas Müller und Mats Hummels sind angefressen.

Dem FC Bayern gelingt beim 3:1 gegen das Starensemble von Paris Saint-Germain die erfolgreiche Revanche für die schmerzhafte 0:3-Niederlage im Hinspiel - dennoch war längst nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen beim Rekordmeister nach Spielschluss.

Zum einen gab es da Thomas Müller, dem immer noch der öffentliche Umgang mit der Pleite in der französischen Hauptstadt sauer aufstieß.

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Müller: "Da sollte man runter vom Gas"

"Nach dem 3:0 wurde so getan, als ob Paris einen Zaubertrank hätte. Da sollte man ein bisschen runter vom Gas, wenn es darum geht, andere Mannschaften so hochzujubeln," mahnte der 28-Jährige in seinem ungewohnt knappen Statement nach dem Spiel.

Bevor er zügig davon eilte, verband Müller seine Kritik noch mit der schwachen Leistung des Unparteiischen Cüneyt Cakir aus der Türkei:

"Der Schiri hat anscheinend auch eure Artikel gelesen, weil ich hatte das Gefühl, ich wäre beim Auswärtsspiel in Paris, so wie der die geschützt hat. Wir sind immer noch der FC Bayern!“

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Er habe im Hinspiel angesichts von "18:1 Ecken für uns oder so nicht das Gefühl gehabt, dass eine Mannschaft überlegen war" - was nicht nur Karl-Heinz Rummenigge anders sah.

"Wir haben in Paris mit dem 0:3 ziemlich auf die Mütze bekommen. Die Mannschaft möchte das heute ausbügeln", hatte der Vorstandsboss vor dem Anpfiff gesagt.

Zur verpassten Chance auf den Gruppensieg - die Münchner hätten am Ende ein 5:1 gebraucht - meinte Müller:

"Man war auf dem Platz etwas hin- und hergerissen, ob wir am Ende noch mehr Risiko gehen sollten. Dann hätte der Gegner aber wieder mehr Räume gehabt, aber die Vorgabe was das Spiel zu gewinnen. Dann haben wir uns vielleicht innerlich dazu entschieden und davon können wir uns jetzt nichts kaufen."

Auch Hummels sichtbar verärgert

Ob genau dieser Sachverhalt auch die Laune von Teamkollege Mats Hummels negativ beeinflusste?

Nach Spielende war Bayerns Abwehrchef sichtbar verärgert, diskutierte auf dem Feld intensiv mit Co-Trainer Peter Hermann, ehe der 28-Jährige in die Kabine abrauschte statt sich zusammen mit der Mannschaft bei den Fans zu bedanken.

Anschließend war ein sichtlich angefressener Hummels zu keiner Stellungnahme bereit, antwortete im Weggehen lediglich auf die Frage, auf wen oder was er sauer sei: "Auf niemanden."

Heynckes hat eine Ahnung

Die Spieler gaben sich ahnungslos. "Mir hat er nichts gesagt, obwohl ich neben ihm in der Kabine sitzt. Ich weiß nichts, aber selbst wenn ich es wüsste, würde ich es nicht sagen", meinte Niklas Süle.

Trainer Jupp Heynckes schien dagegen mit Blick auf Hummels' häufige Präsenz in der Offensive in der Schlussphase eine Ahnung zu haben.

"Mats ist voller Ehrgeiz. So wie ich ihn kenne, wollte er 4 oder 5:1 gewinnen. Er spielt im Moment überragend und wollte wahrscheinlich noch das vierte oder fünfte Tor machen", sagte er bei Sky.

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