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Martin Volkmar kommentiert den Confed-Cup-Erfolg des DFB-Teams © SPORT1-Grafik/Getty Images

München - Die herausragende Leistung der DFB-Elf beim Confed Cup hat ihre Basis bei den Vereinen. Daraus müssen die jetzt auch selber mehr Kapital schlagen.

Glückwunsch, DFB, Bravo, Jogi Löw!

Das packende Finale des Confederations Cups gegen Chile war die Krönung eines erfolgreichen Wochenendes, das mit dem EM-Triumph der deutschen U 21 glänzend begonnen hatte.

Die internationalen Medien werfen sich förmlich vor Ehrfurcht in den Staub vor den angeblich übermächtigen deutschen Fußballern - gerade mit Blick auf die hochkarätige Liste der fehlenden DFB-Stars wie Neuer, Boateng oder Kroos nachvollziehbar.

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Ein Selbstläufer wird die Titelverteidigung bei der WM 2018 deshalb natürlich nicht - Teams wie Brasilien, Argentinien, Spanien oder Frankreich sind sportlich allemal auf Augenhöhe.

Löw profitiert von gut ausgebildeten Talenten

Schon im Endspiel wäre mit etwas Pech bei Chiles Großchancen eine Niederlage möglich gewesen. Das soll aber die Leistung der deutschen B-Elf und vor allem des Bundestrainers nicht schmälern.

Löws großer Vorteil ist dabei die hervorragende Ausbildung seiner Spieler, die deshalb schon nach wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten wie eine eingespielte Einheit auftreten. So war es auch bei der U 21 und im Vorjahr in Rio beim DFB-Olympiateam.

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Entscheidend aber sind in der absoluten Spitze neben Können und ein wenig Glück die Wettkampfhärte, der Mut und die Siegermentalität.

Das alles kann und muss die Bundesliga von Löws Team lernen, damit auch die Vereine im Europacup wieder um Titel mitspielen - nicht nur der FC Bayern und vielleicht Borussia Dortmund.

Made in Germany ist wieder ein Gütesiegel

Die Bedingungen sind nahezu perfekt: Wirtschaftlich geben die zusätzlichen Millionen aus dem ab Sommer gültigen neuen TV-Vertrag den Klubs deutlich bessere Möglichkeiten, ebenso wie die weiter brummende Konjunktur hierzulande.

Sportlich ist die Nachwuchsarbeit im deutschen Fußball auf einem Höhepunkt und produziert eine wohl nie da gewesene Zahl an Talenten. Zudem sammeln immer mehr Profis unbezahlbare Erfahrung im Ausland oder eben bei Topturnieren wie dem Confed Cup.

Made in Germany ist wieder ein Gütesiegel im Weltfußball - nun wird es Zeit, dass die Bundesligisten international nachlegen.

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