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München - Braunschweigs Trainer verspürt vor dem Pokal-Achtelfinale beim FC Bayern (ab 20 Uhr im LIVETICKER und SPORT1.fm) wenig Bock. Sportchef Arnold schützt seinen Coach bei SPORT1.

Die Motivation bei Eintracht Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht ist überschaubar. Und das vor einem DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Bayern (ab 20 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

"Jetzt geht's gegen Bayern, da habe ich keinen Bock darauf", sagte der 41-Jährige am vergangenen Freitag zu SPORT1.

Die Eintracht hatte soeben mit 0:1 bei Darmstadt 98 verloren. Durch die magere Bilanz von nur einem Punkt aus vier Partien im Jahr 2015 ist das Selbstbewusstsein der Braunschweiger angekratzt. Und die ohnehin schwierige Aufgabe beim Rekordmeister wirkt für den Zweitligisten fast unlösbar.

Vorfreude hält sich in Grenzen

Kein Wunder, dass sich die Vorfreude bei Lieberknecht in Grenzen hält. Die Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale sind gering. Zu souverän gewannen die Münchner zuletzt ihre Spiele: Erst ein 8:0 daheim gegen den Hamburger SV, dann ein 6:0 in Paderborn und zuletzt ein 4:1 gegen den 1. FC Köln.

Die Serie der Bayern hat Lieberknecht wahrgenommen. Doch sie lässt ihn relativ kalt, denn er hat schlichtweg eigene Probleme.

Der Bundesliga-Absteiger, dessen einziger Pokal-Sieg gegen die Bayern aus dem Jahr 1982 datiert, muss auf die verletzten Havard Nielsen, Deniz Dogan und Marc Pfitzner verzichten.

"Mir geht es nicht so, dass ich mich sehr freue. Der Fußball stellt uns im Moment vor große Herausforderungen", erklärt Lieberknecht. Immerhin ist die Vorfreude bei Marc Arnold größer als bei seinem Trainer. Braunschweigs Sportchef nimmt Lieberknecht die Null-Bock-Aussage nicht krumm.

"Immer etwas Besonderes"

"Ein Spiel gegen die Bayern ist immer etwas Besonderes, und wir bereiten uns in Ruhe auf die Begegnung vor. Die Aussage hat Torsten unmittelbar nach Abpfiff getroffen, nachdem wir durch einen Treffer in der 93. Minute verloren haben", sagt Arnold zu SPORT1. "Wir sind erstmalig seit der Saison 2004/2005 wieder im Achtelfinale des DFB-Pokals und freuen uns auf die Partie."

Auch Bayerns Nationalspieler Thomas Müller freut sich (Wählen Sie Ihren Pokalhelden – Der DFB-Pokal Walk of Fame bei SPORT1).

Der Nationalspieler musste über die Aussage von Lieberknecht schmunzeln und meinte: "Das ist unser Ziel, dass die Gegner jetzt nicht sagen 'Hurra, es geht gegen Bayern'. Dann hätten wir etwas falsch gemacht. Genauso soll das auch die nächsten Wochen sein. Wir wollen weiter Spiele gewinnen und gerne auch in der Art und Weise wie in den letzten Wochen."

Modus-Änderung eine "müßige Diskussion"

Wie groß aber ist die Hoffnung der Braunschweiger auf ein positives Ergebnis in der Allianz Arena? "Grundsätzlich wollen wir in jedem Spiel unsere beste Leistung abrufen - das ist auch das Ziel für Mittwoch. Was dann am Ende heraus kommt, werden wir sehen", sagt Arnold.

Auf die Frage, ob er sich eine Änderung des Pokal-Modus wünschen würde, der unterklassigen Team ein grundsätzliches Heimrecht gegen Erstligisten einzuräumt, meint Braunschweigs Sportchef nur: "Diese Diskussion ist müßig. Wenn die Allianz Arena mit 75.000 Zuschauern voll besetzt ist, tut das auch unserem Konto sehr gut. Andererseits hätten wir bei einem Heimspiel vielleicht eine größere Chance, den Favoriten ein bisschen mehr zu ärgern. Aber ich würde niemals fordern, diese Regel zu ändern, denn eine Änderung hätte Vor- und Nachteile."

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