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Kickers Offenbach v Borussia Moenchengladbach - DFB Cup
Max Kruse (r.) überwindet Daniel Endres knapp © Getty Images

Offenbach - Erst ein Handelfmeter öffnet ein kompliziertes Spiel für Borussia Mönchengladbach bei den Kickers in Offenbach. Die Gastgeber sind lange der erwartet gallige und undankbare Gegner.

Max Kruse und Patrick Herrmann haben Borussia Mönchengladbach vor der nächsten bitteren Pokal-Pleite bewahrt.

Sechs Tage nach dem Aus in der Europa League erreichte der Tabellendritte der Bundesliga durch ein 2:0 (0:0)  beim Viertligisten Kickers Offenbach mit viel Mühe das Viertelfinale des DFB-Pokals. (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan)

In Europa war in der vergangenen Woche in der Zwischenrunde Endstation.

Kruse per Elfmeter

Nationalspieler Kruse traf per Handelfmeter erst in der zweiten Halbzeit (52.) zur Führung für das Team von Trainer Lucien Favre, das gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Amateure aus der Regionalliga Südwest aber vor allem in der ersten Halbzeit große Schwierigkeiten hatte. Für die Entscheidung sorgte Herrmann (83.) (SERVICE: Die Statistken des Spiels).

"Der Platz war sehr tief, sehr seifig. Offenbach hat alles dagegengestellt, was sie haben", sagte Gladbachs Andre Hahn bei Sky, der von 2011 bis 2012 selbst in Offenbach gespielt hatte. "Großer Respekt, wir sind einfach froh, dass wir das gepackt haben."

Die 20.500 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Bieberer Berg hofften am Ende vergebens auf die Sensation - im Viertelfinale (7./8. April) steht damit kein Amateurklub mehr. "Ich hoffe, dass wir einmal zu Hause spielen", sagte Favre, schließlich liegt das letzte Gladbacher Heimspiel im Pokal bereits drei Jahre zurück.

Ex-Offenbacher Hahn beginnt

Der Schweizer hatte sein Team nach der 2:0-Generalprobe gegen den SC Paderborn auf mehreren Position verändert.

Von Beginn an spielte unter anderem Hahn (fünf Tore in 44 Kickers-Spielen), der schon vor dem Anpfiff von den OFC-Fans mit Sprechchören gefeiert wurde.

Offenbach macht das Spiel

Wie ein Champions-League-Aspirant präsentierten sich die Gäste in der ersten Halbzeit wahrlich nicht. Das Spiel machten die Amateure, die mit hohem Kraftaufwand um jeden Zentimeter Rasen kämpften. Selbst Gladbach-Torwart Yann Sommer wurde bei nahezu jeder Aktion früh gestört.

Dabei war der Pokal-Knaller für den OFC ein Kaltstart ins neue Jahr. Seit 92 Tagen hatte der souveräne Tabellenführer der Regionalliga Südwest kein Pflichtspiel mehr absolviert. Trotzdem "werden sie für uns bereit sein", hatte Favre zu Recht gewarnt.

Gladbach kombiniert selten

Vor allem aber zeigte das Team des Schweizers selbst zunächst viel zu wenig. Die Gladbacher ließen den Ball trotz klarer technischer Überlegenheit nur sehr schleppend laufen.

Die erste echte Chance hatten die Gäste, weil OFC-Innenverteidiger Stefano Maier den Ball nach einer Hereingabe von Oscar Wendt an den eigenen Pfosten (9.) grätschte.

Treffer gibt Gladbach Sicherheit

Viel mehr kam von Gladbach danach bis zum Halbzeitpfiff nicht. Nach dem Wechsel ergaben sich mehr Räume, Kruses Elfmetertreffer gab den Gästen zudem mehr Sicherheit.

Markus Müller hatte den Ball zuvor im eigenen Strafraum mit der Hand gespielt. "Es war eine unglaublich dumme Aktion von mir. Ich habe einen Schubser bekommen und gerade noch gesehen, dass der vom Mitspieler kam", sagte Müller nach dem Spiel bei Sky. "Das war ein totaler Blackout, ich kann es mir selbst nicht erklären. Die Mannschaft hat einen unglaublichen Fight geliefert."

In der Folge machten die Gladbacher aber zu wenig aus ihrer Überlegenheit.

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