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Tim Klose bejubelt sein Tor gegen Leipzig © Getty Images

Leipzig - Der VfL Wolfsburg gibt sich bei RB Leipzig keine Blöße - und zieht sicher ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Der positive Trend hält an, nur einer trifft ausnahmsweise mal nicht.

Auch ohne den ganz großen Glanz hat der VfL Wolfsburg souverän das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht.

Dem zuletzt so spektakulär aufspielenden Bundesliga-Zweiten reichte im Duell der Konzern-Klubs beim ambitionierten Zweitligisten RB Leipzig ein abgeklärter Ergebnis-Fußball zum 2:0 (1:0).

Für die seit 15 Pflichtspielen ungeschlagenen Wölfe trafen Daniel Caligiuri (20.) und Timm Klose (57.) zum dritten Viertelfinal-Einzug in Folge.

Die Vorarbeit zum 1:0 kam von Offensivstar Kevin de Bruyne, der damit in dieser Saison bereits auf 20 Torvorlagen kommt.

"Ich freue mich, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte. Wir tanzen noch auf drei Hochzeiten und wollen natürlich im Pokal so weit kommen wie möglich. Und dazu mussten wir eine so starke Zweitliga-Mannschaft wie Leipzig schlagen", meinte Klose.

Dost mit früher Doppelchance

Vor 43.348 Zuschauern in der erstmals bei einem RB-Pflichtspiel ausverkauften WM-Arena hielten die Leipziger lange gut mit. Für eine erneute Überraschung wie beim Pokaltriumph gegen Wolfsburg vor vier Jahren fehlte den Bullen am Ende aber das Glück und auch etwas die Qualität.

VfL-Trainer Dieter Hecking, der als Spieler 1993 mit dem VfB Leipzig (heute Lok Leipzig) in die Bundesliga aufgestiegen war, nahm trotz der Dreifachbelastung nur zwei Startelf-Änderungen im
Vergleich zum Sieg in Bremen (5:3) vor.

Unter anderem durfte Weltmeister Andre Schürrle wieder von Beginn an auflaufen. In den Anfangsminuten stand aber wieder einmal Bas Dost im Mittelpunkt. Der zuletzt so treffsichere Niederländer scheiterte jedoch zweimal in aussichtsreicher Position (5. und 9).

Caligiuri trifft zur Führung

Die Leipziger versteckten sich nicht und kamen mit schnellen Kontern nach Ballgewinnen zu guten Chancen durch Lukas Klostermann (17.) und Omer Damari (19.). Fast im Gegenzug spielte aber der VfL beim Führungstreffer durch Caligiuri seine Klasse aus.

Der Rückstand schockte die Hausherren nur kurz. Vor allem über den schnellen und trickreichen Emil Forsberg kämpften sich die Bullen, die ab der 43. Minute ohne ihren verletzten Abwehrchef Tim Sebastian auskommen mussten, zurück ins Spiel.

Kontermöglichkeiten für Wolfsburg

Nach dem Seitenwechsel suchte der Zweitliga-Aufsteiger noch kompromissloser den Weg in die Offensive. Dadurch ergaben sich für Wolfsburg mehr Räume zum Kontern über die schnellen de Bruyne und Schürrle.

Das 2:0 durch Klose fiel aber nach einem Eckball. Danach sangen die mitgereisten VfL-Fans: "Über Leipzig fahr'n wir nach Berlin!"

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