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FBL-GER-CUP-DORTMUND-BAYERN MUNICH
Ball war wohl drin, gezählt hat er aber nicht: Die vielleicht entscheidende Szene aus dem Vorjahresfinale © Getty Images

Bereits beim DFB-Pokalfinale am 30. Mai im Berliner Olympiastadion werden offenbar erstmals im deutschen Profifußball Torkameras zum Einsatz kommen.

Nach Informationen des Kölner Express hat der DFB-Spielausschuss auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass bereits das Pokal-Finale mit Tor-Kameras der Firma Hawk-Eye gespielt wird.

In der kommenden Saison werden die Bundesliga-Spiele durch die Torlinientechnik überwacht.

"Nachdem sich die Liga für die Einführung entschieden hat, haben wir uns nun dafür ausgesprochen, die Technik schon vor dem Start der neuen Saison zu nutzen", sagt DFB-Präsidiumsmitglied Peter Frymuth (58) und fügte hinzu: "Die DFB-Orga-Abteilung kümmert sich nun mit dem Berliner Stadion-Betreiber um die technische Umsetzung."

Vor allem die Szene aus dem Vorjahresfinale, als Bayerns Dante einen Kopfball von Dortmunds Mats Hummels erst hinter der Torlinie klärte, hat die Verbands-Bosse dazu bewogen, bei der Einführung des neuen Systems aufs Tempo zu drücken.

Bayern München hatte im vergangenen Sommer 2:0 n.V. gegen Borussia Dortmund gewonnen.

In der kommenden Saison soll die Technik dann im Pokal dort zum Einsatz kommen, wo sie vorhanden ist.

"Es ist beschlossen, die Technik zu nutzen, wenn sie verfügbar ist. Ab wann sie im Pokal dann verbindlich eingesetzt wird, muss noch entschieden werden", sagte Frymuth.

Denkbar wäre, mobile Kamera-Systeme ab dem Viertelfinale in den Stadien einzusetzen, die nicht mit Kameras ausgestattet sind.

Auch die italienische Serie A hatte sich für die Einführung des britischen Hawk-Eye-Systems und gegen das deutsche GoalControl entschieden, das bei der WM 2014 eingesetzt worden war.

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